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Email- und Faxkampagne

Den Western Shoshone droht Beschlagnahme ihres Viehbestands.

Das BLM (Bureau of Land Management) will bei mehreren Western Shoshone Gemeinden und der Dann Familie Vieh beschlagnahmen, das auf sogenanntem "öffentlichem Land" weidet. Der neue BLM Direktor in Nevada, Robert Abbey, scheint "hart durchgreifen zu wollen" und kurzfristig schien es, als könnte die Konfiszierung jederzeit beginnen. Nach ersten Protesten fanden jedoch nochmals Gespräche statt, sodaß das BLM nach der Ankündigung eine Einspruchsfrist von 30-Tagen gewähren wird. Die Einsprüche der Western Shoshone allein, die sich auf ihre Landrechte beziehen, werden die Konfiszierung jedoch nicht verhindern

Um den Widerstand der Shoshone zu brechen, wendet das BLM seit den 90er Jahren Zwangsmaßnahmen an, beginnend mit der Konfiszierung von Rindern und Pferden der Danns im Jahr 1992, bis zur Androhung von Prozessen, um die Weidegebühen der vergangenen Jahrzehnte einzutreiben. Das würde bei dem kargen Reservationsland für die Western Shoshone Rancher den Bankrott bedeuten.

Mary und Carrie Dann erhielten den Alternativen Nobelpreis für ihr Engagement im Landrechtskampf der Western Shoshone, der sich auch gegen Atomtests richtete. Seit dieses Land zum größten Goldproduzenten der USA wurde, setzt ihr Engagement sich fort gegen die destruktiven Abbaumethoden. Das Gold wird im Tagebau unter Anwendung der hochgiftigen Chemikalie Zyanid gefördert, zudem pumpen die Minen täglich viele Mio. Liter Grundwasser ab, um ihre Gruben trocken zu halten. Der großflächigen Landzerstörung fallen heilige Orte sowie kulturell und historisch bedeutende Stätten der Western Shoshone zum Opfer.

Robert Abbey informierte die Danns, daß es ihm um eine "endgültige Lösung" gehe. Ihre Antwort war, daß sie sich an die BLM-Regeln halten würden, sobald die USA Dokumente vorweisen, die belegen, wie sie in den Besitz des Western Shoshone Landes gekommen sind - andernfalls gäbe es Widerstand. Die Landrechtsprozesse haben gezeigt, daß solche Dokumente nicht existieren. Deshalb weigern sich die Western Shoshone, Weidegebühren für die Nutzung ihres angestammten Landes zu zahlen, das die USA im Vertrag von Ruby Valley als Western Shoshone Territorium anerkannt, aber 1934 dem BLM unterstellt und illegal in "öffentliches" d.h. staatliches Land umgewandelt haben.

Während der größte Teil des US Goldes auf ihrem Land gewonnen wird, ohne daß sie auch nur einen Cent für die Ausbeutung ihres Landes erhalten, wird ein enormer zeitlicher und finanzieller Aufwand betrieben, um ihnen die Nutzung ihres Landes zu verwehren - die Konzerne dagegen müssen keine Verantwortung für seine Zerstörung übernehmen.

Da es für Briefe evtl. zu spät ist, bitten die Western Shoshone um Faxe bzw. email an:

Bureau of Land Management

Robert Abbey, Nevada State Director

850 Harvard Way

Reno, Nevada 89502-2055

Fax 702-785-6601

email babbey@nv.blm.gov

( Briefbeispiel )

              The Honorable Bruce Babbit

              Secretary of Interior

              18th and C Street

              Washington DC 20240

              Bruce_Babbitt@ios.doi.gov.

Patrick Shea

National BLM Director

1849 C St.

NW Washington DC 20240

tel 202-208-3801

Fax 202-208-5242

email pshea@wo.blm.gov

( Briefbeispiel )

              The Attorney General

             Ms. Janet Reno

              Dept. of Justice

              950 Pennsylvania Ave. NW

              Washington DC 20510

Weitere Informationen: Western Shoshone Defense Project, P.O.B. 211106, Crescent Valley, Nev. 89821, fax 001(702) 468-0237, email:wsdp@igc.org.
Das WSDP wäre dankbar für Kopien, besonders auch der Antworten von offizieller Seite. oder

Renate Domnick, Gesellschaft für bedrohte Völker, Hansaplatz 5, 20099 Hamburg.email: RDomnick@compuserve.com


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