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Vier togolesische Aktivisten
von Abschiebung bedroht!
Tanko Abroue
- Herve Mahoussi
- Koffi Noukpetor
- John Agbolete
Videointerview
(realoneplayer) mit Ayeva Bassirou, Journalist und Vertreter der PDR in
Europa (francais)
Togo-Aktionswochen
der PDR in Bremen
Protestbrief der PDR (Partei
für Demokratie und Aufbau)
PDR (Partei für Demokratie
und Aufbau)
s/c CAGA
Schildstrasse 12/19
28203 Bremen
Tel.: 0421 79 41 418
E-mail: caga_org@yahoo.fr
Bremen, den 20.11.2002
Betrifft: Sofortiger Aufschub
der Abschiebung von Togolesen, im Namen der Menschenrechte
An den Präsidenten des Bremischen Senates, Dr. Henning Scherf
An den Senator für Inneres, Herrn Kuno Böse
An die Parlamentarier Bremens
An die Kirchen
An Frau Dr. Dagmar Lill, Ausländerbeauftragte
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie wissen sicherlich, dass der bremische Staat sich anschickt Togolesen
abzuschieben, zurückzuschicken in die Angst.
Ein Flug für die Abschiebung von vier Togolesen nach Togo ist
geplant, von wo sie vor der Diktatur geflohen sind. Wenn diese Art der
Ausweisung angewendet wird, wird dies schreckliche Folgen haben, denn es
geht um das Leben der Ausgewiesenen.
Seit mehr als 35 Jahren leidet Togo, wie alle Welt weiß, unter
der unerbittlichen und blutigen Diktatur von General Eyadema. Diese Diktatur
hat Tausende (mindestens 5000) Tote verursacht und mehr als 400 000 Flüchtlinge
seit dem Beginn des Kampfes für Demokratie im Jahre 1990.
Hier wollen wir zwei Ereignisse aufzeigen, die die Gefahr verdeutlichen,
welcher sich die togolesischen Flüchtlinge von Bremen ausgesetzt sind.
Seit dem Aufstand in den 90er Jahren gegen das autoritäre Regime
von Eyadema ist Bremen zum Standort des Widerstandes der Opposition gegen
das Regime von Eyadema in Deutschland und Europa geworden. Bremen ist die
Stadt, die eng mit Togo verbunden ist, durch die Geschichte und durch die
Religion, aufgrund der hundertjährigen Anwesenheit der Norddeutschen
Mission in unserem Land.
Die Folge ist, dass die sehr aktiven und sehr politischen Asylbewerber
und Flüchtlinge aus Togo in Bremen und Umgebung von autoritären
Elementen aus Togo hier verfolgt werden, denn die meisten Protestveranstaltungen
gegen Eyadema finden in Bremen statt oder werden von hier organisiert.
Hier nun die Beispiele, die zeigen, in welcher Gefahr sich togolesische
Flüchtlinge in Bremen befinden:
1. Der große Protestmarsch gegen den Besuch von General Eyadema
auf dem Expogelände in Hannover am 25.Oktober 2000
Über diese Demonstration wurde stark in den Medien berichtet und
dies hat den Zorn der togolesichen Machthaber hervorgerufen, die sich damals
geschworen haben, gegen jeden vorzugehen, der ihrer Meinung nach das Bild
des Herrschers trübt.
2. Vom 11. bis 26. Oktober 2002 wurde, wieder in Bremen, eine Protestaktion
organisiert gegen die einseitigen Wahlen vom 27. Oktober 2002 in Togo.
Die Initiative ging von der PDR (Partei für Demokratie und Erneuerung)
aus, einer Oppositionspartei, deren europäischer Sitz in Bremen ist,
Schildstraße 12/19. Die Kampagne wurde SOS-TOGO genannt, eine Bewegung
zur Rettung der Republik. Die Aktion wurde am 26. Oktober in der Zionsgemeinde
in Bremen beendet durch eine Protestwahl gegen die einseitigen Parlamentswahlen
vom 27. Oktober. Über diese Aktion wurde in der Presse berichtet.
Auch der Weser-Kurier und TAZ-Bremen vom 26./27. Oktober veröffentlichten
Artikel über die togolesische Diktatur. Auf folgenden Internetseiten
wurden alle schriftlichen Dokumente und Videoaufzeichnungen der Aktion
veröffentlicht: http://www.diastode.org,
http://www.togoforum.com,
http://www.togoinfo,
http://www.pdr-togo.org,
http://www.humanrights.de.
Sogar in Togo berichtete die Zeitung „Carrefour“ vom Donnerstag, 12.
November 2002 in einem Kommentar über die Veranstaltung, es wurden
auch die Artikel aus dem Weser-Kurier und der TAZ –ins Französische
übersetzt- wiedergegeben.
Die Veröffentlichung dieser Artikel, sowie ein Bericht über
den Ablauf und den Grund der Protestwahlen vom 26. Oktober in Bremen, hat
heftigen Unmut bei den togolesischen Machthabern hervorgerufen. Dies wurde
von einem Informanten aus Lomé, der Hauptstadt von Togo, berichtet,
der nicht genannt werden will. Das bedeutet, dass die Organisatoren und
Teilnehmer dieser Aktion ebenso wie alle togolesischen Flüchtlinge
in Bremen noch mehr in Gefahr sind, eben wegen ihres aktiven Widerstandes
gegen das Regime in Lomé.
Niemand kann unter einer solchen Diktatur und der Verletzung der Menschenrechte
leben. Dies ist der Grund, warum Kinder, Frauen und Männer aus ihrem
Heimatland Togo fliehen mussten und in verschiedenen Ländern um politisches
Asyl nachsuchten, auch in Deutschland.
Auch heute noch ist die togolesische Diktatur eine Schreckensherrschaft,
dies wird nachgewiesen von verschiedenen Organisationen wie: UNO, amnesty
interational und EU.
Die Togolesen im Land werden als Geiseln benutzt. So verschwinden Journalisten,
Gleichgesinnte und Sympathisanten der Opposition, sie werden willkürlich
ins Gefängnis geworfen oder gezwungen das Land zu verlassen.
Und so bitten wir den Senat, das Parlament, die politischen und kirchlichen
Würdenträger ebenso wie die Bewohner Bremens zu intervenieren,
d.h. den von der Abschiebung bedrohten togolesischen Asylbewerbern eine
Überlebenschance zu geben, bis sich die Situation in Togo gebessert
hat.
Wir danken Ihnen im Voraus für Ihren Einsatz zur Rettung der körperlichen
und seelischen Unversehrtheit dieser friedliebenden Menschen.
Gezeichnet, die Organisatoren der Campagne S.O.S. –TOGO
Bassirou Ayeva, Journalist, Vertreter der PDR in Europa
Kossi Amétowou Ayégbé, Soziologe
Adigo, Aristide, Drucker
Frau Akouavi Mawussi Tépé, Friseuse
Faycal Ayeva, Student
Soubérou Kadiri, Kaufmann
Koffi Nanzif, Schreiner
Idrissou Abdul-Kassim, Mechaniker
Hospice Adohinzin, Lehrer
Amidou Yaminou,
Djoni Tanguina Badji Bassa, Lehrer
Anlagen
Pro-Asyl
Haut Commissariat des Réfugiés (UNHCR)
Amnesty International
Menschenrechtsverein Bremen (IMRV)
ONU
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