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Home » Archive » Herve Mahoussi

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Stoppt die drohende Abschiebung von Herve Mahoussi nach Togo!

klick to enlarge Herve Mahoussi, aktives Mitglied des Internationalen Menschenrechtsverein Bremen, sowie von ASSORETOBRE (Verein togolesischer Flüchtlinge in Bremen), ist unmittelbar von der Abschiebung in sein Heimatland Togo bedroht. Aufgrund seines Verfolgungsschicksals in Togo steht zu befürchten, dass ihm im Falle seiner geplanten Abschiebung am 30.05. 2002 Inhaftierung und menschenrechtswidrige Behandlung droht.

Mitte Dezember 2000 musste Herve Mahoussi gemeinsam mit seiner damals schwangeren Ehefrau über Nacht untertauchen und Togo verlassen. Als aktiver Oppositioneller hatte er derzeit an einer geheimen Versammlung teilgenommen, die zur Vorbereitung von Protesten gegen die Feierlichkeiten des Jahrestages der Machtübernahme des Diktators Eyadema am 13 . Januar diente. Das Regime Eyademas feiert dieses Datum Jahr für Jahr als "Tag der Unabhängigkeit", während die Opposition und weite Teile der togolesischen Bevölkerung damit keinerlei Unabhängigkeit und Freiheit verbinden können.
Die togolesischen Sicherheitskräfte erfuhren jedoch zuvor, vermutlich durch Denunziation, von dieser Versammlung, stürmten am Tag der Zusammenkunft die Räume und misshandelten und verhafteten viele der Teilnehmer. Herve hatte Glück und konnte entkommen, war sich aber darüber bewusst, dass sie ihn, als einen der Hauptorganisatoren der Versammlung früher oder später ausfindig machen würden. So entschied er, noch in derselben Nacht mit seiner schwangeren Frau Evelyn in das Nachbarland Ghana zu fliehen. Doch auch dort fühlte er sich nicht in Sicherheit, da die Regierung und Sicherheitskräfte der Regierung von Ghana eng mit den Sicherheitskräften der Eyadema Diktatur zusammenarbeiten und häufig geflohene togolesische Oppositionelle an das Regime in Togo ausgeliefert werden. Freunde organisierten seine weitere Flucht nach Deutschland. Aufgrund der enormen Kosten für die Flucht nach Deutschland musste er seine Frau in Ghana zurücklassen, wo sie inzwischen ihren gemeinsamen Sohn zur Welt brachte.

Sobald Herve Mahoussi in Deutschland ankam, führte er seine oppositionellen Tätigkeiten gegen das Eyadema-Regime im Exil weiter (siehe Fotos). Obwohl sich gerade in Bremen die togolesischen Flüchtlinge seit Monaten bemühen, die Öffentlichkeit auf die eklatante Menschenrechtslage in Togo aufmerksam zu machen und vor der drohenden Gefahr eines Bürgerkriegsausbruchs in dem afrikanischen Staat warnen (siehe Artikel im Weser-Kurier vom 23.02. 2002), lehnten die Asylinstanzen den Asylantrag von Herve und zahlreichen weiteren Togolesen, die als Asylsuchende in Bremen leben, ab. Herve stellte nun einen zweiten Asylantrag in der Hoffnung, dass die Asylbehörden nicht zuletzt aufgrund seines exilpolitischen Engagements anerkennen werden, dass ihm in Togo als aktivem Oppositionellen Inhaftierung und Folter drohen.

Herve Mahoussi wuchs ohne seinen Vater auf. Dieser hatte sich 1973 als Soldat an einem fehlgeschlagenen Aufstand gegen Eyadema beteiligt und wurde kurz vor Herves Geburt vom togolesischen Geheimdienst ermordet. Herves Sohn darf nicht das gleiche Schicksal ereilen, wie seinem Vater! Daher bitten wir Sie um Ihre tatkräftige Unterstützung gegen die drohende Abschiebung von Herve. Senden Sie bitte (höflich formulierte) Protestfaxe an das Bundesamt in Bremen. Verweisen Sie auf seine Verfolgungsgeschichte und bitten Sie um die Anerkennung seines oppositionellen und exilpolitischen Engagements und somit um die notwendige Gewährung des Asyls in Deutschland.

Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge
-Aussenstelle Bremen-
Fax: 0421-8391199

Bitte senden Sie auch eine Kopie Ihres Faxes an den Internationalen Menschenrechtsverein Bremen e.V.
Fax: (0421) 5577094 und (0421) 498 7276

Bericht über die momentane Situation in Togo und Interview mit Claude Ayegbe Kossi, Mitglied des internationalen Sekretariats der togolesischen Exilpartei PDR
PDR-Mitgliedsbscheinigung von Herve Mahoussi