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Die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und
MigrantInnen lädt ein
Informations- und Diskussionsveranstaltung
zur aktuellen Situation in Nigeria im Bauhof/Frankische Stiftung in Halle (Nähe Frankenplatz/Steinstraße)
und zur Kampagne gegen die Abschiebung des nigerianischen
Flüchtlings Adebayo Alabi
Seit der Regierungsübernahme im Mai 1999 durch Generral Olusegun Obasanjo bauen die westlichen Regierungen und Multinationalen Konzerne ihre ökonomischen Beziehungen zu Nigeria weiter aus und beeilen sich das Krisen geschüttelte Land für seine demokratische Entwicklung loben. Tatsächlich hat sich jedoch fast nichts geändert: Hinter der zivilen Fassade Obasanjos regiert nach wie vor das Militär. Erst kürzlich gingen die Bilder um die Welt, als der Staatspräsident das Militär in die Stadt Odi im Nigerdelta einmarschieren ließ, weil sich die Bevölkerung gegen Ausbeutung und Umweltverschmutzung gewehrt hatte. Das gesamte Dorf wurde dem Erdboden gleich gemacht; wer nicht fliehen konnte wurde von Soldaten massakriert, die der Präsident befohlen hatte. An Odi wurde ein Exempel statuiert: die nigerianische Regierung wollte den westlichen Ölfirmen zeigen, dass sie in der Lage ist, in dem ölreichen Nigerdelta für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Im Widerstand gegen die Miltärdiktatur spielte der OPC, dem auch
Adebayo angehört, eine führende Rolle und wurde zum Wegbereiter
der Kampagne für Demokratie und Selbstbestimmung. Der Kampf des OPC
gefährdet die alte Machtelite, die trotz Obasanjos Regierungsantritt
weitestgehend unangetastet blieb. Das hat eine rigorose Verfolgung des
OPCs zur Folge, die selbst von deutschen Gerichten nicht bestriten wird.
Im November 1999 gab Obasanjo der Polizei die skandalöse Anweisung,
OPC-Mitglieder und Sympathisanten, die sich der Verhaftung entziehen, auf
der Stelle zu erschießen. Er wiederholte diese Anweisung in einem
BBC-Interview am 17. 9. 00. Menschenrechtsorganisationen beklagen seitdem
zahlreiche von Polizeikräften begangene Ermordungen und Verhaftungen.
Wir laden Sie ein, mit uns über die jüngsten Geschehnisse in Nigeria und über die Weiterführung der Kampagne für Adebayo Alabi zu diskutieren. Dr. Anthony Edeh (Internationaler Menschenrechtsverein Bremen)
Theophilus Emiowele Osezua (The Voice Africa Forum, UDFN)
Sunny Omwenyeke (The Voice Africa Forum)
außerdem wird es einen kurzen Filmbeitrag geben...
Helfen Sie mit, die geplante Abschiebung des nigerianischen Exil-Oppositionellen Adebayo Alabi zu verhindern: Bitte schreiben Sie höflich formulierte Faxe oder Briefe, wenn möglich bis zum 20. 10. 00 (Anhörungstermin vor dem VWG) an untenstehende Adressen. Bitten Sie das Verwaltungsgericht, die politische Verfolgung Adebayo Alabis durch die nigerianischen Behörden anzuerkennen. Weisen Sie auf die Gefahren hin, die ihm im Falle einer Abschiebung in Nigeria drohen. Fordern Sie den Innenminister von Sachsen Anhalt Herrn Dr. Manfred Püchel seinen Einfluß geltend zu machen und einen Abschiebeschutz für Adebayo Alabi auszusprechen. Verwaltungsgericht Magdeburg , zu Händen Richter Wagner,Fax: 0391-6067032 Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt, zu Händen Herrn Dr. Manfred Püchel, Halberstädter Straße 2, 39112 Magdeburg, Fax: 0391-567 55 20 Bitte schicken Sie auch eine Kopie Ihres Schreibens
an den Internationalen Menschenrechtsverein:
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