| Sehr geehrte Damen und Herren,
Am 20. November 2001 haben kurdische Studierende mit der Unterstützung
von türkischen Studierenden in der Türkei eine Kampagne für
eine Ausbildung in ihrer Muttersprache eingeleitet. Sie fordern, dass an
den Universitäten kurdischer Unterricht als wahlfreies Unterrichtsfach
eingeführt wird.
Nach den Studierenden haben sich auch SchülerInnen der Gymnasien,
Mittel- und Grundschulen an dieser Kampagne angeschlossen. Jedoch wurde
bis jetzt nur ein kleiner Teil der Anträge auf muttersprachlichen
Unterricht von Ihrer Behörde, den Schulleitungen oder der Regierung
angenommen. Die Antragssteller werden Repressionen durch die Regierungskräfte
ausgesetzt. Die Universitäts- und Hochschulleitungen entschieden,
einige Studierende aufgrund der Kampagne vom Studium zu suspendieren. Hinzu
kommt, dass Antragssteller und deren Erziehungsberechtigten wegen verhaftet
werden.
Jeder Mensch hat das Recht auf seine Muttersprache. Ich akzeptiere das
Verhalten Ihrer Behörde nicht und fordere, dass an den Universitäten
und anderen Schulen der Türkei kurdischer Unterricht als wahlfreies
Fach eingeführt wird. Außerdem fordere ich die sofortige Freilassung
aller inhaftierten UnterstützerInnen dieser Kampagne, insbesondere
der Mütter und Frauen.
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