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VERBOTEN
IST, DEN FRIEDEN ZU VERBIETEN
Aufruf an die Bundesregierung zur Aufhebung
des Betätigungsverbots der Kurdischen
Arbeiterpartei (PKK) in Deutschland
Neu:
Über 100.000 Menschen haben sich bislang europaweit im Rahmen
der Identitätskampagne „Auch
ich bin ein PKKler" angezeigt |
Die in Deutschland immer noch verbotene Kurdische
Arbeiterpartei (PKK) hat einseitig und ohne Gegenleistung die Fortführung
des bewaffneten Kampfes eingestellt: In Erwartung, dass die aufrichtige
Geste des Friedens den Dialog zu einer friedlichen und demokratischen Versöhnung
in der Türkei ermöglicht. In der Hoffnung, dass die international
anerkannten Rechte auch der Kurdinnen und Kurden in der Türkei und
international bestätigt werden. Um den historischen Konflikt endgültig
zu lösen, den Krieg zukünftig unmöglich zu machen, um die
Türkei auf dem gemeinsamen Weg nach Europa als demokratische Zivilgesellschaft
einzurichten.
SOLL DIESE GROSSE HOFFNUNG WEITERHIN VERBOTEN
SEIN ?
· Die Aufhebung des PKK-Verbotes,
die erst den freien, offenen Dialog zwischen allen Beteiligten ermöglicht?
· Die Annahme des Friedensangebotes
als Beispiel für die gesellschaftliche Entwicklung der Türkei?
· Die zur Versöhnung ausgestreckte
Hand, die nur ergriffen werden kann, wenn allen Partnern des Friedensprozesses
zivilgesellschaftliche Anerkennung gilt?
· Die erklärte Bereitschaft,
die großen Opfer und die schrecklichen Wunden der Vergangenheit gemeinsam
aufzuarbeiten?
· Der legitime Wunsch, die freie
und ungehinderte Tätigkeit der PKK und aller kurdischen Vereine in
Deutschland auch zu legalisieren?
Die Aufhebung des längst überflüssigen
Verbots der PKK sollte den ersten und wichtigsten friedenspolitischen Schritt
der Bundesrepublik zur Beendigung des türkisch-kurdischen Konflikts
ermöglichen. Die nachhaltige Lösung der Kurdenfrage ist nur unter
Einbeziehung aller Parteien und Gruppen aussichtsreich.
Das noch geltende Verbot hemmt und ignoriert
den strategischen Wechsel der PKK und dessen positive Auswirkungen innerhalb
des kurdischen Volkes im deutschen Exil und diffamiert es als eine Menschengruppe
"zweiter Güte". Der innere Frieden in Deutschland, das Zusammenleben
zwischen Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlicher Herkunft,
wird belastet durch ein antiquiertes Verbot, das als ein wesentlicher Stimulus
für die anwachsende Ausländerfeindlichkeit in unserem Lande fortwirkt.
Die Aufhebung des Betätigungsverbots
der PKK bedeutet einen Verlust nur in Form der Aufgabe eines riesigen geldverzehrenden
Überwachungsapparates der Polizeien und Geheimdienste, da die Kurden
mit ihrer neuen Strategie ihre Arbeit, ihre Organisationen und ihre Absichten
noch stärker öffentlich präsentieren möchten. Die Abschaffung
dieses Repressionsapparates bedeutete einen großen Schritt in Richtung
auf die Verwirklichung des Friedens und wäre alles das: menschlich,
demokratisch und vernünftig.
Wir, die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen
unterstützen das Symposium im November 2001 in Berlin und die Kampagne
“Verboten ist es, den Frieden zu verbieten”. Die Bundesregierung rufen
wir auf, Schritte zur Aufhebung des PKK-Verbotes einzuleiten und sich für
eine friedenspolitische Lösung der kurdischen Frage einzusetzen.
Trägerkreis:
YEK-KOM (Föderation kurdischer Vereine
in Deutschland e.V.), IPPNW (Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte
für die Verhütung des Atomkrieges Ärzte in sozialer Verantwortung
e.V.), medico international, AZADI e.V. (Rechtshilfefonds für Kurdinnen
und Kurden in Deutschland)
UnterstützerInnen:
Aengenheister,
Astrid (Rechtsanwältin); AG Friedens- und Internationale Politik beim
Parteivorstand der PDS; Ahues, Rainer (Rechtsanwalt/ Vorstandsmitglied
des Republikanischen Anwaltsvereins); Antifaschistische Aktion Lüneburg/Ülzen;
Antifaschistische Initiative e.V.; Antifaschistisches Telefon; Arndt, Christian
(Pastor); Auernheimer, Prof. Dr. Georg (Uni-Köln); Autonome Antifa
(Göttingen); Avras, Peter (Mission-Entwicklung-Frieden St.-Martin,
Lahnstein); Baba, Evrim (MdA/PDS); Babel, Christian (PDS); Bakkenes, Bert
(Vorsitzender der Stiftung Initiativgruppe Kurdistan, NL); Becker, Helga;
Becker, Laura; Becker, Phillip; Berghausen, Dr. Hans Georg (DKP); Biskamp,
Elard (Rechtsanwalt); Blüm, Dr. Norbert (CDU/CSU); Bootz, Mariagerogia
(Linke Liste, VVN/BdA); Brauns, Nikolaus (Vorstandsmitglied der Deutsch-Kurdischen
Gesellschaft e.V. und Vorstandsmitglied der PDS München); Butterwegge,
Prof. Dr. Christoph (Uni-Köln); Coskun, Baki (Rechtsanwalt); Dahmer,
Prof. Helmut (TU-Darmstadt); Detjen, Jörg (PDS-Gruppe im Rat der Stadt
Köln); Die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen;
Diefenbach, Gerhard (Vorsitzender der Aachener Friedenspreis e.V.); Dombrowsky,
Christine (Archiv 415 – Die Trikont Bücher in ihrer Zeit); Elturan,
Dr. Burhan (Indiana University); Emhart, Doris; Engels, Tim (VVN-BdA Neuss);
Europäische Vereinigung von Juristinnen und Juristen für Demokratie
und Menschenrechte in der Welt e.V. (EJDM) Düsseldorf; Farahat, Kh.
(DGB); Farroklizad, Schalinad (Uni-Köln); Flüchtlingsrat Wiesbaden;
Friedensinitiative „Freiheit für Leyla Zana“ e.V.; Frisullo, Dino
(Italien); Gärtner, Birgit (Journalistin); Gebre, Elias (DGB); Gehrcke,
Wolfgang (MdB/PDS); Geisweid, Heike (Rechtsanwältin); Ghassemlou,
Dr. Nesmil (Initiative Freiheit für Leyla Zana); Ghassemlou, Dr. Nesmil
(IPPNW) ; Gössner, Dr. Rolf (Rechtsanwalt/Publizist); Grubba, Bernd
(Büroleiter einer Anwaltskanzlei, Bonn); Grützmacher, Friedel
(MdL, B90/Die Grünen); Guzzoni, Hendrijk (Fraktionsvorsitzender, Unabhängige
Frauen und Linke Liste), Freiburg; Hartmann, Detlef (Rechtsanwalt); Heim,
Michael (Rechtsanwalt); Heiming, Martin (Rechtsanwalt), Heidelberg; Hentges,
Dr. Gudrun (Uni Köln); Herrmann, Martina (Unabhängige Frauen,
Freiburg); Hervé, Dr. Florence (Autorin); Heydenreich, Carl (Rechtsanwalt);
Hübner, Carsten (MdB/PDS); Hummel, Dieter (Vereinigung Demokratischer
Juristinnen und Juristen); Informationsstelle Kurdistan e.V. (ISKU); Internationaler
Menschenrechtsverein Bremen e.V.; Junge Linke Wesel; Jungheim, Wolfgang
(Pax-Christi, Nassau-Lahnstein); Karb, Doris (Mission-Entwicklung-Frieden
St.-Martin, Lahnstein); Kastner, Manfred (DKP/VVN-BdA und ver.di); Kaygisiz,
Hasan (Politologe); Keck, Silke (Unabhängige Frauen Freiburg); Kelloglu,
Dündar (Rechtsanwalt); Krause, Heike (Rechtsanwältin); Kulturprojekt
nn-tv (Bonn); Kurdischer Student(inn)enverband (YXK); Kurdisches Institut
für Wissenschaft und Forschung e.V.; Kurdistan Informations-Zentrum
e.V. (KIZ); Kurdistan Solidarity Committee UK; Kutzmutz, Rolf (MdB(PDS);
Lankisch, Heidi (medienagentur für menschenrechte – mfm); Leukefeld,
Karin (Freie Journalistin); Lex, Angelika (Rechtsanwältin, Deutsch-Kurdische-Gesellschaft
e.V., München); Lippmann, Heidi (MdB/PDS); Lord Avebury (Mitglied
des britischen Oberhauses); Lord Rea (Mitglied des britischen Oberhauses);
Luckenbach (Linke Liste, Freiburg); Luppa, Helmut (DGB); Midasch, Rüdiger;
Moos, Michael (Rechtsanwalt und 1. Vorsitzender der Vereinigung baden-wüttembergischer
Strafverteidiger); Narr, Prof. Wolf-Dieter (Sprecher des Komitees für
Grundrechte und Demokratie); Olbrich, Stefan (Rechtsanwalt); Ostermeier,
Michaela (ver.di); Paech, Prof. Norman (Hochschule für Wirtschaft
und Politik Hamburg); Paris, Sabine (Rechtsanwältin); Pausch, Johannes
(Rechtsanwalt); Peace in Kurdistan Campaign (Großbritannien – UK);
Penteker, Dr. Gisela (IPPNW); Pues, Anni (Rechtsanwältin); Putsche,
Herwig (Flüchtlingsberater der Diakonischen Flüchtlingshilfe
im Main-Kinzig-Kreis e.V.); Radermacher, Lilo (Gewerkschaftssekräterin);
Ratzmann, Volker (Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied der Vereinigung Berliner
Strafverteidiger e.V.); Ritter, Manfred; Roeder-Bode, A. (Mitarbeiter
Anwaltskanzlei, Bonn); Rosa-Luxemburg-Bibliothek (Bonn); Roß, Klemens
(Rechtsanwalt); Rote Hilfe (Ortsgruppe Duisburg); Rüdenburg, Dagmar
(ver.di); Rudolf, Beate (Physiotherapeutin); Sahin, Mehmet; Sayan, Giyasettin
(MdA/PDS); Schmidt, Thomas (Mitarbeiter von amnesty international Berlin);
Schmidt, Thomas (Rechtsanwalt); Schneider, Dr. Heinz-Jürgen (Rechtsanwalt);
Schneider, Thomas (Kolpingfamilie, Lahnstein, St.-Martin); Schudell, Hans-Georg
(Rechtsanwalt); Schusterbauer, Dagmar (Pax-Christi, Lahnstein); Seifert,
Irene (Rechtsanwältin, Vorsitzende der Vereinigung demokratischer
Juristinnen und Juristen e.V); Senol, Sengül (PDS-Gruppe im Rat der
Stadt Köln); Siglsteller, Sieglinde (ver.di); Sperling, Roland (PDS);
Strutynski, Peter (Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag); Sturkenboom,
A. (MOCAKAUK-Amsterdam); Tekce, Hidir (DGB); Treiber-Lehmann, Katja (PDS-Neuss);
Uca, Feleknas (MdEP/PDS); van Leemput, G. (Study centre on Turkey, Niederlanden);
Viethen, Maria (Rechtsanwältin, B90/Die Grünen); Vogel, Irene
(Unabhängige Frauen Freiburg); Volhard, Barbara (Unabhängige
Frauen, Freiburg); Waid, Jan (DGB); Wiese, Gisela (Pax-Christi, Hamburg);
Wildschut, Willem (Solidaritätsgruppe Kurdistan, Niederlande); Wolf,
Dr. Winfried (MdB/PDS); Yildirim, Erol (Rechtsanwalt); ZAG Redaktion; Zeitungsprojekt
„Nullnummer“ (Bonn)
Ich / Wir unterstütze/n den Aufruf
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(Bitten unterschrieben zurückzusenden
an YEK-KOM; Graf-Adolf-Str. 70a; 40210 Düsseldorf;
Tel: 0211 – 17 11 451; Fax: 0211 – 17
11 453; e-mail: yekkom@gmx.net)
Begleitschreiben von AZADI
RECHTSHILFEFONDS
für
Kurdinnen und Kurden in Deutschland e.V..
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