go to content (skip navigation)
Home
Lang:  Country: 
Urgent Campaigns

Background

Links

Archive



Search Search



Information by
Topic
Country



Info Info

Kontakt Kontakt

Impressum Impressum

/

Home » Archive » Die Hungerstreikenden gegen Projekt X

[!]
Archived Documents
This part of the Website is not constantly maintainced any longer. Documents can lead to missing links and the drop-down selection of your favourite language does not work.

Die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

  • Project X: Grundrechte gelten nicht mehr für alle
  • Project X: Constitutional Rights are not for Everybody
  • Die Hungerstreikenden gegen Projekt X
  • Braunschweiger Jugendliche demonstrieren am 16.10. für die Rechte von Flüchtlingen

  • Gedanken eines Projektteilnehmers des Projekt X in der ZAST Braunschweig

    Die Hungerstreikenden gegen Projekt X:
    Balo, 20 Jahre;    Hussein, 28 Jahre;     Hassan , 28 Jahre
    Hussein, 28 Jahre, kurdischer Syrer, studierte Soziologie

    Ich weiß nicht, warum ich im Projekt X bin. Ich war in der syrischen Botschaft, und sie haben mir bestätigt, daß ich aus Syrien bin. Sie wollen mir aber kein offizielles Papier ausstellen, da sie keine Kurden in Syrien haben wollen. Die deutschen Behörden glauben mir nicht, obwohl ich ihnen alle meine Papiere gegeben habe.

    Als ich vom Projekt X zum ersten Mal gehört habe, war ich geschockt. Meine Hoffnungen, meine Zukunft wurden dadurch zerstört. Ich habe Angst um mein Leben. Ich bekomme kein Taschengeld mehr, ich kann nur Essen und Schlafen, das ist kein Leben. Ich fühle mich als ob ich nur von einem Tod zu einem anderen geschickt werde, der einzige Unterschied ist der Ort, erst Deutschland, dann Syrien.

    Ich möchte meinen Zielen Nachdruck verleihen, aber ich will nicht gegen das deutsche Gesetz verstoßen. Ich bin im Hungerstreik, damit das Projekt X abgeschafft wird.

    Ich will, daß die deutschen Behörden mir eine Absicherung geben, daß ich ohne Gefahr zurückgehen kann. Ich sehe mich selbst als Teil des kurdischen Volkes. Ich möchte, daß eine Person mit mir nach Syrien geht, wenn ich zurückgeschickt werde, ich würde auch die Reisekosten bezahlen. Die Welt soll sehen, was mit mir passiert wenn ich zurück muß, jeder soll sehen daß ich ein Opfer des syrischen Staats werde. Ich habe an fünf Demonstrationen gegen die syrische Botschaft teilgenommen und war bei Treffen meiner Partei für ein vereintes Kurdistan. Es ist deshalb für mich zu gefährlich, zurückzugehen.

    Ein weiterer Grund für mich, in Hungerstreik zu gehen, ist, daß ich will, daß allen Flüchtlingen freie politische Betätigung erlaubt wird. Die Asylbehörde hat mir verboten, an einer weiteren Demonstration gegen die syrische Botschaft in Bonn teilzunehmen.

    Balo, 20 Jahre , kurdischer Libanese

    Sie brachten mich aus dem Flüchtlingsheim Peine zurück in die ZASt nach Braunschweig, konnten mich aber nicht zurück in den Libanon schicken. Die libanesische Regierung will mich nicht haben, da ich Kurde bin. Ich habe den deutschen Behörden alle meine Papiere und Dokumente übergeben, aber sie wollen mir nicht glauben. Nun bin ich hier. Ich will eine Lösung für mein Problem. Mein Leben ist zerstört, ich weiß nicht, wie es weitergehen wird. Die libanesische Regierung wird mir nie Papiere ausstellen.

    Ich bin im Hungerstreik nicht nur für mich, sondern für alle Flüchtlinge, die jetzt und in Zukunft in dieses Gebäude geschickt werden und nichts dürfen außer Essen und Schlafen.

    Warum machen sie das in diesem Staat? In den Niederlanden und Dänemark haben sie das doch schon wieder abgebrochen, weil sie gemerkt haben, wie gefährlich das ist für die Menschen und daß es gegen die Menschenrechte verstößt.

    Warum nicht in diesem Land?

    Hassan , 28 Jahre, Palästinenser

    Palästina steht unter dem Druck Israels, keine palästinensischen Flüchtlinge wieder aufzunehmen.

    Die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrantinnen Bremer Koordinierungsbüro:
    Internationaler Menschenrechtsverein Bremen e.V
    Kornstr. 51
    28201 Bremen
    Tel.: (0421) 5577093
    Fax: (0421) 5577094
    mail@humanrights.de
    ../../