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Hamburg,
den 22. Juli 2000 Solidaritätserklärung
der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
zu dem Hungerstreik gegen die fortschreitenden Menschenrechtsverletzungen
in türkischen Gefängnissen Presseerklärung
der Hungersteikenden
Demonstration
am Sa, 29.7.2000 neben Bahnhof Altona (vor dem Streikzelt) Unterschriftenlisten:
an die deutsche Regierung
Sehr
geehrte Damen und Herren,
in
den letzten Tagen berichteten nicht nur die europäischen Medien, sondern
auch verschiedene türkische Tageszeitungen offen über die Grausamkeiten,
die an den politischen Gefangenen in der Türkei begangen werden. Mit
großer Besorgnis und Empörung verfolgen wir – die Karawane für
die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen – ein bundesweites Netzwerk
von Flüchtlings- und MigrantInnenorganisationen sowie antirassistischen
Initiativen bereits seit April diesen Jahres verstärkt die fortschreitenden
Menschenrechtsverletzungen in türkischen Gefängnissen. Menschen,
die z.T. seit Jahrzehnten für ihren Kampf um Gerechtigkeit und Demokratie
gegen das türkische Regime in den Gefängnissen mißhandelt
und gefoltert werden, wehren sich seit geraumer Zeit gegen die Einführung
der modernen, aus Deutschland importierten Haftmethode der Isolation. In
dem erbitterten Protest gegen den Bau von Isolationszellen, den sogenannten
F-Typ Gefängnissen wurden Dutzende von politischen Gefangenen getötet
oder starben in unbefristeten Hungerstreiks. Vom
20. April bis zum 1. Mai 2000 veranstalteten wir einen zehntägigen
Flüchtlingskongress in Jena, an dem über 1000 VertreterInnen
aus 40 verschiedenen Ländern von 4 Kontinenten teilnahmen. Die überwältigende
Mehrheit der TeilnehmerInnen sind selbst politische Gefangene in ihren
Heimatländern gewesen, kämpfen für die Rechte und die Freilassung
von politischen Gefangenen oder sind davon bedroht in Abschiebehaft genommen
und abgeschoben zu werden. Auf diesem Kongress wurde die grausame und repressive
Politik der türkischen Regierung gegenüber dem eigenen Volk und
gegen das kurdische Volk entschieden verurteilt. In einem offenen Brief
an die europäische Gemeinschaft und die europäischen Regierungen
wurde von diesen gefordert, sich gegen die Todesstrafe, die physische und
psychische Folter, das Verschwindenlassen und die außergerichtlichen
Hinrichtungen innerhalb und außerhalb der türkischen Gefängnisse
einzusetzen. Die
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen stellt
sich gegen die Einführung bzw. Fortdauer der Isolationshaft, als moderne
und akzeptierte Foltermethode, in der Türkei und allen anderen Ländern
dieser Welt – Deutschland mit inbegriffen. Seit
dem 20. Juli 2000 beteiligen sich Mitglieder der Föderation für
demokratische Rechte in Deutschland (ADHF) in Hamburg-Altona an einem europaweiten
Solidaritätshungerstreik für die Rechte der politischen Gefangenen
in der Türkei. Die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge
und MigrantInnen unterstützt die Forderungen der Hungerstreikenden
: Sofortige
Schließung der vorhandenen und den Baustop neuer Isolationsgefängnisse
! Umgehende
medizinische Behandlung und Versorgung der verwundeten und kranken Gefangenen
! Sofortige
Freilassung der Gefangenen mit tödlichen Krankheiten und Verletzungen
! Berücksichtigung
der Forderungen, der sich im Hungerstreik befindenden Gefangenen! --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Aufruf von Libertad! vom 28.7.00 gegen Einzel- und Isolationshaft in der Türkei 27.7.00
Die türkischen Sicherheitskräfte greifen gerade das Gefängnis
von Bergama
an
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