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Home » Länder » Togo » Orabi Mamawi von Abschiebung bedroht

Orabi Mamavi akut von Abschiebung bedroht

Der togolesische Aktivist und Opfer von rassistischer Gewalt soll zurück nach Togo

Orabi Malawi, ein 41jähriger Asylbewerber aus Rathenow, wurde 1997 und 2002 Opfer gewalttätiger Übergriffe durch Rechtsradikale. Trotz großer Unterstützung vom Kirchenkreis Kyritz, der Landesausländerbeauftragten Almuth Berger und einer Kampagne des Vereins Oferperspektive soll Orabi Mamawi nun abgeschoben werden. Im Falle seiner Abschiebung erreichen die rechtsradikalen Täter zuletzt doch noch, was sie wollten. Hingegen hätte der Staat durch die Aussprechung eines Bleiberechts für Opfer rassistischer Gewalt ein effektives Mittel, die Ziele der Täter wirksam zu durchkreuzen und ein Signal an die Öffentlichkeit zu senden, dass rassistische Gewalt gegen Ausländer nicht sanktioniert wird.

Darüberhinaus hat die Zentrale Ausländerbehörde Eisenhüttenstadt durch einen unglaublichen Fehler bei der Beschaffung von Passersatzpapieren für Orabi Mamavi ihn selbst in Gefahr gebracht. So wurde den Mitarbeitern der togolesischen Botschaft zur Klärung der Identität von Orabi Mamawi sein Mitgliedsausweis einer Oppositionspartei vorgelegt. Durch dieses unverständliche Vorgehen hat die Ausländerbehörde dem Regime Eyademas Dokumente über die oppositionelle politische Tätigkeit Mamawis in die Hand gegeben. Es ist davon auszugehen, dass sich die Augen des togolesischen Regimes auf Mamawi gerichtet haben, insbesondere da er sich aktiv an den Protesten gegen den Besuch des togolesischen Diktators Eyadema anlässlich der Togo-Tage während der Expo 2000 in Hannover beteiligt hat. Weitreichend bekannt sind Äusserungen von Diktator Eyadema selbst, Flüchtlinge, die sich im Ausland politisch gegen das Regime äussern, in Togo dafür zur Rechenschaft ziehen zu wollen.

Über die aktuelle Situation in Togo und die deutsche Asylpolitik spricht der angesehene Bremer Rechtsanwalt Günther Werner in einem neuen Video-Interview.

Sie können Orabi Mamawi unterstützen, indem Sie ein Protestfax (Faxvorlage vom Verein Opferperspektive) an Innenminister Jörg Schönbohm schreiben und die Petitionsliste der ausfüllen und an die Faxadresse (0421-498 72 76) des den Internationalen Menschenrechtsverein schicken. Wir werden die gesammelten Listen zusammen an das Brandenburger Innenministerium weiterreichen.