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Internationale Kampagne
zur politischen
Aufklärung über die Diktatur in Togo und anderen
afrikanischen Ländern
vom
13.12.2003 bis zum 12.01.2004 in mehreren
deutschen Städten
anläßlich des 37 Jahres der Diktatur unter
General Gnassingbé Eyadema
Flugblatt - PDF-Format
Poster (Din A4) (Din A3) - PDF-Format
Die
Militärdiktatur in Togo
ist nicht nur die
älteste Diktatur in Afrika
(seit 1963), Anfang Juni wurde in Togo auch der dienstälteste
Diktator Afrikas,
Gnassingbé Eyadéma durch Wahlbetrug für weitere
fünf Jahre im Amt „bestätigt“.
Seit 36 Jahren hält sich der Militärdiktator durch Terror
gegen die Bevölkerung
und brutale Unterdrückung der Opposition an der Macht. In dieser
Zeit wurde das
Land an den Rand des sozialen und wirtschaftlichen Ruins geführt.
Fast siebzig
Prozent der rund fünf Millionen Bewohner/-innen sind arbeitslos.
Ein Drittel
lebt unterhalb der Armutsgrenze. Öffentliche Einrichtungen wie
Schulen und
Krankenhäuser verfallen oder gibt es gar nicht mehr, während
die Armee
weiterhin ein Viertel der Staatsausgaben für sich beansprucht.
Fast alle
wichtigen Positionen im Staat hat Eyadéma mit
Familienmitgliedern und
Angehörigen der Volksgruppe Kabyé, der auch er
angehört, besetzt.
Misswirtschaft und Korruption finden sich im ganzen Land. 1990 erhob
sich die
Bevölkerung Togos mit der Forderung nach Demokratie.
Eyadéma bezeichnete die
massenhaften Proteste als Landesverrat und verübte ein
schonungsloses Massaker
an der Bevölkerung.
Durch den
öffentlichen Druck sah sich Eyadéma
zwar 1991 gezwungen, oppositionelle Parteien und eine
Übergangsregierung
zuzulassen, doch nur für kurze Dauer. Noch im gleichen Jahr
beendete er mit einem
militärischen Angriff, bei dem 300 Personen getötet wurden,
die kurze Hoffnung
auf politische Veränderung. Seitdem wird wieder jede Art von
Widerstand von
Miliz und Armee unterdrückt. Um Regimegegner/- innen
endgültig zum Schweigen zu
bringen, wurden Gefängnislager geschaffen – Agombio im Norden des
Landes und
Otadi im Süden. Seit dem 1. Juni 2003 gleicht Togo einem besetzten
Land. Schwer
bewaffnete Soldaten durchkämmen die Straßen, die
Bevölkerung vermeidet es möglichst,
ihre Häuser überhaupt zu verlassen. An jenem 1. Juni fanden
die Präsidentschaftswahlen
statt. Es waren Wahlen, von denen der populärste Anführer der
Opposition
ausgeschlossen worden war, während Eyadéma die Verfassung
änderte um seine Kandidatur
zu gewährleisten. Sowohl die UNO als auch die EU lehnten wegen der
offensichtlichen
Unregelmäßigkeiten von vornherein ab, Wahlbeobachter zu
schicken.
Menschenrechtsorganisationen, die ohnehin seit Jahren nicht mehr
offiziell in
Togo arbeiten dürfen, wurden nach ihrer Kritik an diesem
Wahlbetrug bedroht. Doch
die Kritik seitens der Europäischen Regierungen am Regime in Togo
hält sich in engen
Grenzen.
Billiges Phosphor,
Waffenhandel und Machtgarantie
in der Kolonialdiktatur
Von 1884 bis 1920 war Togo
deutsche Kolonie, danach
französische Kolonie. Bis heute wirken koloniale Strukturen fort.
Die
wichtigste Exportware Togos ist Phosphor. Die Diktatur ermöglicht
den Abbau und
erste Weiterverarbeitung von Phosphat zu konkurrenzlos günstigen
Bedingungen.
Französische Konzerne können das Phosphat, aus dem unter
anderem Munition und
Bomben hergestellt werden, in Togo wie zu Zeiten direkter
französischer
Kolonialverwaltung ohne Rücksicht auf die Gesundheit der
Arbeiter/-innen und
die Umwelt produzieren. Das Interesse europäischer Regierungen und
Konzerne an
billigen Rohstoffquellen und billiger Arbeitskraft ist nicht der
einzige Aspekt
für die Aufrechterhaltung dieser neokolonialen Ordnung. Togo unter General
Eyadéma ist einer der wichtigsten Umschlagplätze von Waffen
– abgeschirmt von störender
Öffentlichkeit – in alle Konfliktzonen Westafrikas. Und General
Eyadéma ist
noch immer der Garant dafür, dass Togo in der ganzen Region als
Brückenkopf
fungieren kann gegen alle Bestrebungen und Kämpfe für
tatsächliche Unabhängigkeit
und politische Freiheit.
Abschiebung ist Mord
Die deutsche Regierung und
insbesondere den Außenminister
Fischer kollaborieren mit der Diktatur Eyademas. Deutschland schiebt
Flüchtlinge
aus Togo in Zusammenarbeit mit den togoischen Behörden in ihren
Verfolgerstaat ab.
Das Auswärtige Amt, dessen oberster Dienstherr der
Außenminister Joschka Fischer
ist, liefert Falschinformationen in seinen aktuellen Lageberichten
bezüglich
Togo an die Verwaltungsgerichte. Das Auswärtige Amt leugnet wider
beseren
Wissens die Verfolgungs- und Gefahrensituation für oppositionelle
Flüchtlinge aus
Togo. Die rassistische Abschiebemaschinerie wird mittels der falschen
Lageberichte vom Auswärtigen Amt und dem deutschen
Außenminister Joschka
Fischer geleitet. Die deutsche Regierung verletzt systematisch und
bewußt die
Menschenrechte und liefert Regimegegner in die Hände ihrer
Mörder in Togo aus.
In Artikel 3 heißt es: „Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit
und Sicherheit
der Person“ und in Artikel 14 „Jeder hat das Recht, in anderen
Ländern vor
Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen“ Deutschland hat die UN
Menschenrechtserklärung
unterzeichnet. In der Praxis tritt sie unsere Menschenrechte mit den
Füßen.
Wir
kämpfen für den Sturz des blutigen Regimes Eyademas in Togo!
Wir
fordern und wir kämpfen für die Anerkennung unseres Rechts
auf Asyl!
Wir
fordern und wir kämpfen für den Stop aller Abschiebungen nach
Togo und in andere
Verfolgerstaaten!
Wir
fordern und wir kämpfen für die Schließung aller
(Abschiebe-)Lager und Abschiebegefängnisse!
Wir
fordern und wir kämpfen für die sofortige Beendigung der
Kollaboration des Deutschen
Staates mit der blutigen Diktatur in Togo und in anderen Ländern!
Internationale Kampagne
des Kampfes gegen die
Diktatur in Togo und in anderen afrikanischen Ländern
Kontakt:
Abdugafar3@hotmail.com
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