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Home » Länder » Sri Lanka » Kulturfest für ein medizinisches Hilfsprojekt tamilischer Flüchtlinge

Kulturfest für ein medizinisches Hilfsprojekt tamilischer Flüchtlinge


Flyer zur Veranstaltung
Abschiebung als Katastrophenhilfe?
Videoclips
Photos der Mahnwache
Aktive Flüchtlinge von Abschiebung bedroht
Infoblatt - vor dem Tsunami (pdf)
Sechs Monate nach dem Tsunami beginnen sich bei einer erheblichen Anzahl der hunderttausenden Opfer der Katastrophe Anzeichen langzeitiger psychologischer Traumata zu zeigen, wie dem Posttraumatischem Stresssyndrom. Viele sind durch den Verlust ihrer Familienangehörigen und Lebensräume stark traumatisiert.

Im Norden und Osten Sri Lankas haben Freiwillige bisher die Großzahl der Opfer mit kurzfristigen Traumata behandeln können. Nun benötigen sie jedoch spezielles Training, um mit den tieferen und schwierigeren Problemen der langzeitigen Patienten umgehen zu können. Tamilische Flüchtlinge aus Bremen planen ein nachhaltiges (3 bis 5 Jahre) Gesundheitsprojekt in ihrer Heimat, welches in einer spezifischen Region den Bedürfnissen von schwerst seelisch kranken und traumatisierten Menschen entsprechen soll. Konzeptionell wird das Vorhaben vom Leiter des bremischen Gesundheitsamtes unterstützt. Auf dem internationalen Kulturfest soll das Projekt vorgestellt und der Grundstock für eine Finanzierung geschaffen werden.

Trotz der großen Anteilnahme und Hilfsbereitschaft der deutschen Bevölkerung hat die srilankische Regierung Hilfsleistungen in den von Tamilen bewohnten Norden und Osten der Insel bisher stark behindert. Das offizielle Bremer Projekt „Bremen hilft” unterstützt lediglich ein Projekt in Galle im singhalesischen Süden, welches vom Honorarkonsul für Sri Lanka verwaltet wird. Unter diesen Bedingungen waren die verschiedenen Aktivitäten der tamilischen Flüchtlinge aus Bremen und anderen deutschen Städten während der schrecklichen Periode nach dem Tsunami von enormer Bedeutung.

Dem kommt hinzu, dass die Bremer Regierung unglücklicherweise zur Zeit Schritte einleitet, diverse tamilische Teilnehmer dieser Aktivitäten abzuschieben. Während die Flüchtlinge mit der Organisierung dieses Projektes damit beginnen, ihre Trauer über den Verlust ihrer Freunde und Angehörigen zu überwinden, wird so unnötigerweise Druck auf sie ausgeübt.

10. Juli 2005 - 18 Uhr
Zionsgemeinde Bremen
Kornstrasse 37
Bremen

Programm:

Vorstellung des Projektes
Marialy Pacheco, Piano, Cuba
Afrorythmus Percussion, Afrikanische Poesie-Rezitationen
Tamilisches Tanzprogramm
Afghanischer Tanz
Kurdische Folklore und Gesang