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Home » Länder » Sri Lanka » Tamilische Tsunami-Aktivisten von Abschiebung betroffen Tamilische Tsunami-Aktivisten von Abschiebung betroffen
Vairamuthu Mathanmokan
Vairamuthu Mathanmokan muss im Falle seiner Rückkehr nach Sir Lanka befürchten, direkt am Flughafen verhaftet zu werden und in Untersuchungshaft oder zumindest in die Hände der Polizei zu gelangen, da sein ebenfalls aus Sri Lanka geflüchteter Bruder so stark in die Strukturen der LTTE eingebunden ist, dass die Sicherheitskräfte den Bruder suchen und soweit Vairamuthu Mathanmokan weiß, den Vater als Pfand im Gefängnis halten. Vairamuthu Mathanmokan ist jeden Morgen schon beim Aufstehen sehr nervös, weil er befürchtet, jeden Tag wieder in Abschiebehaft zu gelangen. Kurz vor dem Tsunami konnte eine Abschiebung durch einen Asylfolgeantrag gerade noch verhindert werden. Nur aufgrund des Abschiebestopps kam er frei. Der Asylfolgeantrag wurde jedoch zwischenzeitlich abgewiesen, das Verwaltungsgericht ist der Auffassung Vairamuthu Mathanmokan sei in Sri Lanka sicher. Eine Abschiebung ist daher nunmehr wieder jederzeit möglich.
Manoranjan Pasupathiy
Das Stadtamt möchte Herrn Manoranjan Pasupathiy gern nach Sri Lanka abschieben. M.P. ist schwer zuckerkrank. Da eine Versorgung mit Insulin in Sri Lanka so gut wie unmöglich ist und jedenfalls für Herrn M.P. nicht bezahlbar ist, soll mit einer Insulinmenge für ein Jahr nach Sri Lanka abgeschoben werden. Die Ausländerbehörde teilte bislang allerdings nicht mit, wie die Kühlung des Insulins gesichert werden solle. . Offensichtlich gehen das VG und das OVG davon aus, dass sich ein Vertrauensarzt der Botschaft um Herrn M.P. kümmern werde. Jedenfalls lehnte das OVG Bremen mit Beschluss vom 30.05.2005 die Zulassung der Berufung gegen das Urteil des VG Bremen ab. Für uns ist schwer vorstellbar, dass im Chaos nach dem Tsunami eine geordnete Versorgung mit gekühltem Insulin gesichert ist. Das Stadtamt hat bislang nicht offen gelegt, wie eine regelmäßige Insulinversorgung von statten gehen soll, dies kann lebensbedrohlich für M.P. sein, denn jedwede Verzögerung und Unregelmäßigkeit oder gar das Auslassen der Injektion kann zur Folge haben, dass schwere lebensbedrohliche kprperliche Schäden bis zum Coma wahrscheinlich sind. Ein Insolinpatient muss daher die Insulinsprite in jeder Lebenssituation stets griffbereit haben. Ungeklärt scheint uns auch, ob denn ein Vertrauensarzt der Deutschen Botschaft für eine geregelte Insolinversorgung sorgen wird, wenn der Mandant z.B. bei seiner Einreise kontrolliert wird und in diesem Zusammenhang in Haft gerät und ob er verhindern kann, dass M.P. die große und wertvolle Menge Insolins bei seiner Einreise abgenommen wird. |
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