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Home » Länder » Sri Lanka » Kampagne zur Verteidigung des srilankischen Filmregisseurs Asoka Handagama

Kampagne zur Verteidigung des srilankischen Filmregisseurs Asoka Handagama


Hintergrundinformation
List of supporters
Wir möchten Ihre Aufmerksamkeit auf unsere äußerst dringende Kampagne zur Verteidigung des srilankischen Filmregisseurs Asoka Handagama richten. Wir seine Freunde, haben einen Aufruf gestartet (siehe untenstehenden Link), um seine künstlerische Freiheit gegen die Angriffe auf ihn und seinen neuesten Film ‚Letter of fire’ (‚Brief des Feuers`) zu verteidigen. Das ‚Sri Lankan Film Censorship Board’ (Srilankische Filmzensur-Behörde) ist gegenwärtig unter massiven politischen Druck geraten, seine frühere Entscheidung zu kippen, den Film für öffentliche Aufführungen freizugeben. Daher ist eine schnelle Reaktion Ihrerseits dringend nötig, um eine Änderung der früheren Entscheidung zu verhindern.

Der Appell

Wir sind bestürzt über das definitive Verbot des Films ‚Aksharaya’ (Feuerbrief) in Sri Lanka und beunruhigt über die Angriffe, denen sein Regisseur Asoka Handagama ausgesetzt ist. Wir werden die Entwicklung dieser Angelegenheit genauestens beobachten!

Der Film 'Aksharaya' thematisiert die beunruhigend intimen Beziehungen zwischen einer Mutter, deren Sohn und dessen Vater. Wir verstehen, dass die srilankische Filmkontrollbehörde 'Public Performance Control Board' diesen Film nur für Erwachsene freigegeben hat, da sie die Thematisierung des Ödipuskomplexes in dieser Fassung für sehr deutlich erachtete.

Die Vorführung dieses Films für Sri Lanka zu verbieten, halten wir für einen Übergriff des srilankischen Kulturministeriums (Ministry of Cultural Affairs)! Am 31. Juli dieses Jahres entschied der Hohe Gerichtshof von Sri Lanka über einen Einspruch gegen diese Zensur. Obwohl das Gericht dem srilankischen 'Public Performance Control Board' lediglich empfahl, seine frühere Entscheidung neu zu bewerten, so schocken uns doch die flammenden und vorverurteilenden Kommentare des Obersten Richters. Wir halten diese Kommentare für einen unangemessenen Druck auf das 'Public Performance Control Board'.

Die Kommentare, weit verbreitet von den srilankischen Medien, sind provokativ und gefährden den Regisseur Asoka Handagama und diejenigen, die sein Werk verteidigen: Der Film müsse zerstört werden, verlangt der Oberste Richter Sarath N. Silva, und diejenigen, die den Film verteidigten, müssten daran denken‚ "dass sie auf den Straßen nur spazieren gehen könnten, weil es Gerichte gibt", andernfalls müssten sie mit Bodyguards herumlaufen.

Der Oberste Richter ist der Meinung, dass dieser Film nicht vom Direktor des 'Public Performance Control Board', sondern von Richtern beurteilt werden müsste und stützt sich auf die Tatsache, dass zwei der Hauptcharaktere, deren Intimleben untersucht wird, Angehörige des Rechtswesens sind! Meint er damit, wenn die Hauptpersonen eines Films Soldaten seien, müsse die Armee diesen Film beurteilen?

Die dynamische neue Welle srilankischer Filmemacher, von denen Asoka Handagama ein wichtiger Vertreter ist, hat auf Grund ihrer Qualität in letzter Zeit internationales Prestige gewonnen. Asoka Handagama, den 'Le Monde' als "asiatischen Fassbinder" bezeichnete, ist ein Vorbild für alle, die in dieser Branche arbeiten. Wir, die Unterzeichner, fordern die Aufhebung der Restriktionen gegen den Film 'Aksharaya' und alle künstlerischen Freiheiten für Asoka Handagama.

28.08.07