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Home » Länder » Sri Lanka » Verhindert die Abschiebung von Senthuran nach Sri Lanka Verhindert die Abschiebung von Senthuran nach Sri Lanka
Der 22jährige Tamile Senthuran Selvanayagam sitzt seit Dienstag, dem 24. Oktober 2006, in Bremen in Abschiebehaft. Im Alter von nur 12 Jahren floh er vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka nach Deutschland und lebt seitdem in Bremen, wo er sich aktiv im Internationalen Menschenrechtsverein Bremen für Frieden in Sri Lanka engagiert hat. Seine Angehörigen und Freunde fürchten im Falle einer Abschiebung um das Leben Senthurans, da immer wieder junge Tamilen von den srilankischen Sicherheitskräften und paramilitärischen Gruppen verfolgt werden. Seit dem erneuten Ausbruch des Krieges zwischen der tamilischen Befreiungsbewegung LTTE und der srilankischen Regierung wurden seit Anfang des Jahres über 2.000 Menschen getötet und über 220.000 Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Erst kürzlich äußerte sich Senthuran in einem Video-Interview zu seiner Gefährdung: : „Alleine diese Wunden in meinem Gesicht reichen für die singhalesische Armee aus, um mich festzunehmen und mich zu foltern, unter dem Verdacht, dass ich vom Training der LTTE komme, und mich tot zu prügeln.“ Hinzu kommt, dass das srilankische Regime mit Sicherheit Kenntnis von seiner öffentlichen Arbeit mit dem Internationalen Menschenrechtsverein hat, in der er sich deutlich kritisch gegenüber der srilankischen Regierung äußerte: „Die Regierung dagegen ist eher auf das Vernichten des tamilischen Volkes orientiert. Mit Unterstützung des Menschenrechtsvereins verbreite ich diese Problematik an das hier lebende Volk. Über die Hölle im Paradies. Durch das Verteilen von Flugblättern und die Beteiligung vom Menschenrechtsverein an organisierten Mahnwachen versuche ich, das Leiden des tamilischen Volkes näher zubringen!“ Es unglaublich, in der jetzigen Situation an die Abschiebung von Tamilen nach Sri Lanka auch nur zu denken: Laut Informationen des Rechtsanwalts Stefan Gräbner aus Berlin verhält sich ein anderes Bundesland angesichts der schwierigen Situation in Sri Lanka zurückhaltend. In Schleswig-Holstein hat die dortige Härtefallkommission eine Entscheidung über einen von ihm eingereichten Härtefallantrag ausgesetzt, weil derzeit Tamilen, die aus einer bestimmten Krisenregion in Sri Lanka stammen, aus Schleswig-Holstein nicht abgeschoben werden. Einen Erlass gibt es zwar noch nicht, jedoch eine diesbezügliche Verwaltungspraxis. Wir bitten Sie, Protestbriefe an den Bremer Innensenator zuschreiben, in denen Sie die sofortige Freilassung Senthurans aus der Abschiebehaft und die sofortige Aussetzung aller Abschiebungen nach Sri Lanka fordern. Bitte schicken Sie den Brief an den Internationalen Menschenrechtsverein Bremen (imrv@humanrights.de). Wir werden die Briefe sammeln und weiterleiten. Weitere Informationen: Tamilische Flüchtlinge organisierten nach einem Massaker an 51 tamilischen Schulmädchen durch die srilankische Luftwaffe eine Mahnwache von dem Bremer Hauptbahnhof. Senthuran entzündet die Zeremonienlampe. Senthuran spricht in einem Video-Interviewüber einen Bericht von Human Rights Watch (HRW), in dem HRW der LTTE vorwirft, die tamilische Diaspora um Geld zu erpressen. |
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