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Home » Länder » Sri Lanka » Gedenkmahnwache in Bremen an den Schwarzen Juli 1983

Gedenkmahnwache in Bremen an den Schwarzen Juli 1983



Leitartikel des Tamil Guardian: Schwarzer Juli symbolisch für singhalesische Herrschaft
In Bremen haben am 25. Juli 2007 etwa 30 Tamilen vor dem Bremer Hauptbahnhof auf einer Gedenkmahnwache den Opfern des Schwarzen Juli 1983 gedacht, bei dem in Sri Lanka bei regierungsgestützten Pogromen in der Hauptstadt Colombo und weiteren Städten im Süden der Insel über 3.000 Tamilen von singhalesischen Mobs mit Unterstützung der srilankischen Sicherheitskräfte ermordet und zahllose Wohnungen und Geschäfte der tamilischen Zivilbevölkerung niedergebrannt worden waren.

Jedes Jahr erinnert die tamilische Diaspora weltweit und auch in zahlreichen deutschen Städten an die blutigen Pogrome vom Juli 1983.

Mittlerweile ist der ethnische Konflikt in Sri Lanka wieder voll entbrannt. Während die srilankischen Streitkräfte ungezügelt militärisch gegen die tamilischen Gebiete im Norden und Osten der Insel vorgehen, ließ die Regierung am 7. Juni 2007 im Süden um die 500 tamilische Einwohner Colombos mit Waffengewalt in Busse zusammentreiben, um sie in Internierungslager in tamilische Gebiete zu verfrachten. Dies war nur der erste Schritt eines großangelegten Säuberungsplans der Regierung, bei dem einige Wochen zuvor Herbergen in Colombo angewiesen worden waren, um die 5.000 tamilische Bewohner auf die Straße zu setzen. Nach einem raren internationalem Aufschrei mussten die Deportationen rückgängig gemacht werden. Gothabaya Rajapakse, Verteidigungssekretär und Bruder des srilankischen Präsidenten sagte hatte zu den Deportationen zuvor mit den Worten gerechtfertigt: „Jedes Mittel ist recht.“ Regierungssprecher Keheliya Rambukwelle behauptete, die tamilischen Einwohner seien freiwillig in die Busse gestiegen, die sie „gratis“ aus der Stadt gebracht hätten, und dass dies zu deren eigenem Schutz geschehen sei.