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Home » Länder » Kurdistan » Kampagnenseite - Familie Ay Der Terror gegen die Familie Ay muss aufhören!
Die unmenschliche Behandlung von Kindern im Asylverfahren kam durch die dramatische Enthüllung ans Licht, dass die Kinder aus der Ay Familie ein Jahr lang in einem Abschiebegefängnis in Schottland gefangen waren. Die vier Kinder der Kurdischen Familie Ay inzwischen im Alter zwischen 9 und 15 Jahren sind alle während des langen Asylverfahrens geboren, also in Europa, und sie wurden alles andere als nach den europäischen Rechtsnormen behandelt. Der mutige Widerstand der Ay Kinder gegen ihre Misshandlung in Europa und die Dokumente von Amnesty International über die Fesselung und Nacktdurchsuchungen von Kindern in den USA hat ein Licht auf die schreckliche Lage von ausländischen Kindern in den reichen Gesellschaften geworfen, deren Regierungen regelmäßig proklamieren, wie sehr sie den Menschenrechten verpflichtet sind. Wir fordern die Regierungen in Europa, den USA und anderen reichen Ländern auf, die Menschenrechte insbesondere der Kinder zu respektieren, die sich im Asylverfahren befinden und Kindern wie die der Ay Familie eine Sicherheit zu geben, statt das Trauma, dass die dauernde Abschiebedrohung bedeutet, noch zu verlängern. Die Deutsche Regierung muss sofort
die Abschiebung der Ay Familie stoppen!
Die Ay Familie war letztes Jahr in England in den
Schlagzeilen, weil die vier Kinder im Gefängnis in England
gehalten wurden.
Inhaftierung von unschuldigen Kindern ein Jahr lang
in einem Gefängnis! Das schockierte viele Leute in
Schottland und
Britannien und die Familie hatte viel Sympathie und Unterstützung.
Trotzdem
wurde die Familie im August 2003 nach Deutschland abgeschoben. Das
Britische
Innenministerium begründete die Abschiebung damit, dass die
kurdische Familie
zuerst in Deutschland Asyl beantragt hätte, bevor sie nach
Britannien kamen.
Und da Deutschland ja ein „sicherer Drittstaat“ sei, würde der
Fall dort fair
und gerecht behandelt.
Mitte Februar gab es eine ablehnende Entscheidung eines deutschen Gerichts, was heißt, dass die Familie nun vor der Abschiebung in die Türkei steht. Zur
Geschichte der Familie: 1999, in diesem fruchtbaren Jahr
für die kurdischen Flüchtlinge, als Abdulla Öcalan, der
Führer der PKK entführt
und an die Türkischen Behörden ausgeliefert wurde.
Zusätzlich zu dem Schock,
der das für alle Kurden war, wurde dann noch besonders in
Deutschland eine
massive Medienkampagne gegen die Kurden in gang gesetzt. Das Argument
war, dass
die kurdischen Flüchtlinge in Deutschland
an gewaltsamen Aktionen in Deutschland und Europa teilnehmen
würden
wegen der zwielichtigen Rolle Europas bei der Entführung von
Öcalan. Das war das schlechtes
Gewissen auf Seiten
der Europäischen Regierenden, kein Zweifel.
Trotz der Tatsache, dass die massiven Demonstrationen
überall in Europa
friedlich waren und diszipliniert, hat Deutschland, das Land mit der
größten
Zahl von Kurden in Europa, einen massiven Schub zur Abschiebung von 10
000den
von politisch aktiven Kurden gemacht. Zu dieser Zeit waren die Kurden
in der
Türkei einer unkalkulierbaren Gefahr ausgesetzt. Ein Ausdruck dieser furchtbaren Hysterie gegen die Kurden 1999 war die Erschießung von 4 Demonstranten vor der israelischen Botschaft. Später räumte die Botschaft ein, dass sie damals dachten, von den kurdischen Demonstranten ginge eine Gefahr aus. Aber sie realisierten später, dass die Demonstranten in Wirklichkeit gar nicht gefährlich waren. Das war die Zeit in der die Ay-Familie es für notwendig hielt ihre gefährliche Fahrt nach Britannien anzutreten. Nun nach all dem, was sie durchgemacht haben, sollen die Kinder Beriwan(15), ihre Schwestern Newroz (13 Jahre) und Medya (9) und ihr Bruder Dilowan (11) „zurückgeschickt“ werden in ein Land, das sie nie gesehen haben. Das einzig konkrete, was sie mit dem Land verbindet, in dem ihre Eltern geboren wurden, ist die kurdische Sprache. Und gerade die ist in der Türkei nicht anerkannt, in dem Land in das sie „zurück“ gezwungen werden sollen. Die Sozialisation der Kinder war in Europa. Was für eine Sozialisation! Jedes Mal wenn sie Beziehungen geknüpft hatten, Freundschaften entstanden und sie um ein normales Leben kämpften, kamen die Behörden – entweder die deutschen oder die englischen – und holten zu einem gemeinen Schlag aus, um diese Beziehungen zu zerschlagen um sie durch Angst und Terror zu ersetzen. Die starke Kampagne in Britannien und in Schottland für das Recht der Familie zu bleiben war sicherlich sehr wichtig für die Kinder. Weil sie damit auch etwas Menschlichkeit aus Teilen der Europäischen Gesellschaft erfahren haben. Aber nun haben sich die Voraussetzungen wieder vollkommen geändert. Die Kampagne in Britannien und Schottland für die Rückkehr der Familie nach England muss nun all ihre Kräfte dahin lenken, Druck auf die Deutschen Behörden auszuüben, damit die Abschiebung in die Türkei gestoppt wird. Und das ist es was wir erreichen müssen. Protestbriefe gegen die geplante Abschiebung der Ay Familie senden Sie bitte an uns, den IMRV (Internationalen Menschenrechtsverein Bremen e.V). Wir werden die Briefe an die verantwortliche Stelle weiterleiten. Fax: 0421 4987276 oder E-mail: ay@humanrights.de |
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