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Home » Länder » Kolumbien » Korrespondent von Telesur in Kolumbien verhaftet

Korrespondent von Telesur in Kolumbien verhaftet


DRINGENDER UNTERSTÜTZUNGSAUFRUF

Freiheit für Fredy Munoz, Korrespondent für den Kanal TELESUR in Kolumbien

Zum Schutz der Pressefreiheit

Am Abend des 19. November 2006 wurde der Journalist FREDY MUNOZ ALTAMIRANDA, der als Korrespondent für den Kanal TELESUR in Kolumbien arbeitet, von Agenten der Sicherheitsbehörde DAS in Kolumbien verhaftet. Zu dem Zeitpunkt seiner Inhaftierung befand er sich gerade auf dem Rückweg von einem audiovisuellen narrativen Workshop von TELESUR, an dem er in dem benachbarten Land Venezuela teilnahm. Durch Anweisung aus dem Staatsanwaltbüro des 5. Bezirks in Barranquilla wurde FREDY inhaftiert und der Rebellion angeklagt.

FREDY MUNOZ arbeitete in den letzten 12 Jahren im journalistischen Bereich. Er war Editor der Zeitungen El Universal und El Periodico und Reporter für das TV-Nachrichtenprogramm 6:25 in Cartagena. Er produzierte zudem vielfach Dokumentationen für die Serien Tropicos und Telecaribe und audiovisuelle Programme für die Serien Leyendas von Senal Colombia.

Während seiner gesamten Karriere hat er seine Unabhängigkeit betont und, wie er in einer öffentlichen Erklärung aus seiner Haft heraus kundtat, „sich für die Wahrheit eingesetzt, und Wahrheit ist die Sonne,die in unseren von Unrecht beherrschten lateinamerikanischen Ländern, die Männer aus dem Schatten entlarvt und beseitigt.“

Nach der Meinung des Journalisten FREDY MUNOZ, zeichnet sich die geleistete Arbeit bei TELESUR dadurch aus, dass soziale Dynamiken und Kämpfe für soziale und politische Rechte in Kolumbien verbreitet werden. TELESUR hat sich in gesamt Lateinamerika als alternative Kommunikationsmöglichkeit etabliert und steht damit in Opposition zur Hegemonie der Massenmedien, die die Interessen der mächtigen wirtschaftlichen Gruppierungen wahren und die unter dem Deckmantel des sogenannten Kampfes gegen Terrorismus die Verfolgung von sozialen Bewegungen legitimieren.

Die Inhaftierung des Journalisten ist eine klare Illustration für die Beschränkung der Pressefreiheit in Kolumbien. Die Inhaftierung bezeugt darüber hinaus die Verfolgung von kritischen Stimmen gegenüber der momentanen präsidialen Verwaltung und deren Politik der demokratischen Sicherheit.

Vor diesem Hintergrund wenden wir uns an die zuständigen Behörden mit den Forderungen:

1. das Leben und die physische sowie psychische Integrität des Journalisten zu respektieren;
2. das Recht auf einen fairen Prozess gemäss des Rechtes auf Verteidigung zu gewährleisten (und in diesem Zusammenhang den rechtlichen Fall in die Stadt Bogota zu transferieren); und
3. die Ausübung der Meinungsfreiheit zu respektieren.

Quelle: Anwaltskollektiv CAJAR

Die Kolumbien Solidaritätskampagne (Columbia Solidarity Campaign) bittet um Unterstützungsbriefe an: die kolumbianische Botschaft in Großbritannien: mail@colombianembassy.co.uk mit einer Kopie an Columbia Solidarity Campaign: info@columbiasolidarity.org.uk