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Home » Archiv » Kurdistan und die kurdische Frage in Syrien
Kurdistan und die kurdische Frage in Syrien Ein Beitrag vonMohammed Muoffak
Die Kurden: Historischer Überblick
Die erste Gebietsreform fand statt in der Zeit der Seldjuken, nämlich unter Sangar (690-751 n.Chr.). Er nannte einen Teil seines Herrschaftsgebietes Kurdistan, mit der Hauptstadt Bahar, südlich von Hamadan. Das Gebiet war unterteilt in viele Provinzen, von der Zagros-Gebirgskette bis zum Ararat und nach Khosastan. Das Wissenschaftler Muhammad Amin Zaki schreibt in seinem Buch „Die Kurden und Kurdistan“, dass das damalige Kurdistan aus dem heutigen Aserbeidschan, Luristan, Schahrezour und Quistang bestand – dem Gebiet südlich der heutigen Türkei bis zum Zab und Tigris. Nach dem Zerschlagung der midischen Dynastie durch die Perser wurde Kurdistan von den Türken, Seldjuken und Mongolen angegriffen. Als Folge davon wurde Mesopotamien unterteilt nach der Schlacht bei Galdiran zwischen Osmanen und Safawiden im Jahre 1514. Dies war die erste Teilung Kurdistans. Danach entstanden kleine kurdische Herrschaften in der islamischen Zeit: die Dynastien der Marwanen, der Shaddadiyya, der Dostikiyya, der Ruadiyya, der Ghaznawiyya, der Ayoubiyya, der Badlis, der Butan und der Ardilan. Diese Dynastien wurden zerstört durch türkische und persische Überfälle. Die politische Karte der Region änderte sich mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs, das Gebiet wurde durch Briten und Franzosen besetzt. Die Alliierten haben die Besatzungsgebiete aufgeteilt. Nach dem Abkommen von Sykes-Picot im Jahre 1916 ging die Herrschaft in Mossul an Frankreich; 1918 hat England dann Mossul übernommen, dort eine Verwaltung aufgebaut und große Erdölvorkommen –v.a. bei Kirkuk- entdeckt. Daraufhin hat Großbritannien seine Politik geändert und wollte Frankreich zu einem Gebietstausch Mossul gegen Liwa Iskanderun bewegen, verbunden mit dem Angebot, sich an der türkischen Erdölgesellschaft zu beteiligen. Diese war in der osmanischen Zeit gegründet worden unter Beteiligung Deutschlands. Am 10.08.1920 wurde das Seifer-Abkommen zwischen den Alliierten und dem Osmanischen Reich unterzeichnet. Die §§ 62 bis 64 behandelten die Fragen der Kurden, nämlich im Gebiet zwischen Euphrat und Tigris im Norden bis hin zur syrischen Grenze. Als Mustafa Kemal Atatürk in der Türkei an die Macht kam, lehnte er dieses Abkommen ab; es wurde ersetzt durch das Abkommen von Lausanne 1923, in dem die Kurden als Gruppe nicht mehr anerkannt waren. Der südliche Teil des kurdischen Gebietes wurde dem Irak zugeordnet, der südwestliche Teil Syrien. Nach der Studie des kurdischen Wissenschaftlers Abderrahman Kasmelo besteht das Gebiet Kurdistans aus 409 600 km2 , die wie folgt aufgeteilt sind: 194400 km2 auf dem Gebiet der Türkei,
d.h. 48% der Gesamtfläche
Die kurdische Frage in Syrien
Die neue syrische Herrschaft wollte die Existenz der Kurden nicht anerkennen und hat eine rassistisch-chauvinistische Politik durchgesetzt; sie wollte die Kurden in der arabischen Bevölkerung aufgehen lassen. Gemäß Regierungserlass Nr. 93 vom 23.08.1962 wurde in Hasaka eine Volkszählung durchgeführt, nach deren Ende am 05.10.1962 120000 Menschen die syrische Staatsangehörigkeit aberkannt wurde; sie galten fortan als Ausländer. Ferner wollte die Regierung das Gebiet arabisieren und hat die politisch Aktiven verfolgt. Nach der Studie von Muhammad Talab Hilal,
Leiter des Sicherheitsapparates, „Die Provinz El Hasaka – Eine soziologische,
politische und ethnische Studie“, erschienen im Jahre 1963, sind die Kurden
ein Volk ohne Kultur, ohne Geschichte, ohne Sprache und ohne Nation. Sie
verdienen Unterdrückung und Gewalt; dies ist normal für Bergvölker.
(s.S.5) Sie sprechen kurdisch nur vor anderen; es gibt keinen Unterschied
zwischen ihnen und den Israelis. (s.S:40)
Die kurdische Nationalbewegung
Die traurige kurdische Lage
Die kurdische Bewegung in Syrien ist im Großen
und Ganzen mit der Demokratie in Syrien verbunden. Sie hat vieles in Syrien
erlebt, z.B. wurde in den 90er Jahren die kurdische Bewegung verfolgt,
viele Anhänger wurden verhaftet und anschließend zerstreut.
Der gemeinsame Kampf für die Demokratie ist der einzige Kampf für
die kurdische Frage.
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