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Home » Archiv » Dringender Appel an die Bundesregierung. Berlin 10.05.01

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    Ein dringender Appel an:
  • die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland
  • die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen
  • Amnesty International
  • In den letzten Tagen verhärtete sich der Verdacht über den gewaltsamen Tod von Hussain Daoud. Herr Dauod wurde am 06.04.1971 in Amuda (Syrien) geboren. Er wurde später wegen seiner Rolle in der kurdischen nationalen Bewegung von den Sicherheitsorganen verfolgt. 1995 gelang ihm die Flucht in die Bundesrepublik Deutschland, wo er um politisches Asyl bat. Die Bundesbehörde wurde frühzeitig in Kenntnis gesetzt, dass eine Rückkehr Hussain Daoud eine Gefahr für sein Leben bedeuten wurde. Am 10.12.2000 wurde Herr Daoud gewaltsam aus Hannover nach Syrien abgeschoben. Am Flughafen Damaskus wurde Herr Daoud von den Sicherheitsorganen verhaftet. Er kam in das für seine brutalen Folter berühmt berüchtigte Palestina Gefängnis. Er sollte dort Informationen über die Kurdische Parteien in Syrien, sowie Exilorganisationen in Europa preisgeben.
     
    Herr Daoud wurde brutal gefoltert, worauf sich sein sein Gesundheitszustand rapid verschlechterte. Ihm wurde jegliche medizinische Hilfe verweigert. Es verhärtete sich der Verdacht, dass Herr Daoud an die Folgen der Folter in März dieses Jahres gestorben ist. Seine Angehörigen wurden eingeschüchtert und es wurde ihnen abgeraten, weiter nach Ihm zu fragen.
    Nach der Entlassung Syrien in die Unabhängigkeit, basiert die offizielle Politik der Regierung die Indentität des kurdischen Volkes auszulöschen und sie aus ihrer Heimat zu vertreiben. Offiziell gibt es keine Kurden in Syrien. Die kurdische Sprache und Kultur sind verboten.

    Arabisierungspläne kurdischer Gebiete, Verfolgunen und willkürliche Verhaftungen sind an der Tagesordnung.

    Wir appellieren an alle Parteien, Menschenrechtsorganisationen, sich dafür einzusetzen:

    • bei der Regierung Syriens, das Schicksal Hussein Daouds aufzuklären
    • die Abschiebungsumstände Herrn Daoud aufzuklären
    • Stopp aller Abschiebungen nach Syrien
    • Abschaffung der willkürlichen Verfolgungen, Verhaftungen, sowie Folter in Syrien
    • Solidarität mit dem kurdischen Volk in Syrien und für eine gerechte und demokratische Lösung der kurdischen Frage.
    Veranstalter: Europa-Organisation der kurdisch-demokratische Koalition
    Ort der Kundgebung: Werderstr. 1, 12347 Berlin,
    vor dem Gebäude des Außenminsterium.
    Berlin, den 10.05.2001 um 11.00 Uhr