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Anlässlich des vermutlichen Foltertodes von Hussein Dauod, laden wir ein zu einer Kundgebung am Freitag, 25.05.2001 vom 13.00 bis 15.00 im Marktplatz

Ein dringender Appell
um das Schicksal des inhaftierten syrischen Kurden Dauod Hussein an:

·die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen

·die Menschenrechtsorganisationen

·die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland

25.5.2001

In den letzten Wochen ist in der Öffentlichkeit der Verdacht des grausamen Foltertodes dem inhaftieren syrischen Kurden Dauod Hussein im Gefängnis Palestina in Damaskus entstanden.

Herr Hussein Dauod ist am 06.04.1971 in Amouda, Provinz Al Hasaka geboren. Er studierte an der Universität Damaskus Sozialwissenschaft.

Wesen seiner politischen Tätigkeiten und seines Einsatzes für die Nationale Kurdische Bewegung in Syrien wurde er vom syrischen Geheimdienst ständig verfolgt, 1995 gelang ihm die Flucht von Syrien nach Deutschland. Er stellte einen Antrag auf politisches Asyl.

Obwohl Beweise über seine politischen Tätigkeiten und seine Verfolgung in Syrien vorhanden waren, wurde sein Asylantrag von der entsprechenden Bundesbehörde abgelehnt

Herr Dauod Hussein wurde am 10.12.2000 von der Bundesbehörde unter Zwang vom Flughafen Düsseldorf aus nach Damaskus abgeschoben. Er wurde sofort vom syrischen Sicherheftsdienst festgenommen.

Herr Daoud Hussein wurde vom Sicherheitsdienst brutal gefoltert, damit er Informationen über die Kurdischen Parteien und Exil-Organisationen in Deutschland verrät.

Es könnte sein, dass die chauvinistische Regierung in Syrien ihn deshalb zu Tode gefoltert hat, damit er ein Abschreckungsbeispiel für andere Kurden im Exil wird und keiner auf die Idee kommt, nach Syrien zurückzukehren.

Seitdem die syrische Republik gegründet wurde, hat die jeweilige Regierung sich vorgenommen, die nationale Identität der über zwei Millionen Kurdinnen und Kurden mit allen Mitteln auszulöschen. Es vorgeht kein Tag, ohne dass die Kurdinnen und Kurden In Syrien vom syrischen Regierungsapparat durch Willkursmaßnahmen, Verhaftung, Folter, Entlassung vieler Lehrerinnen und Lehrer, Studenten und Arbeiter, Vertreibung und Zwangsarabisierung in den kurdischen Gebieten unterdrückt werden. Durch ein Ausnahmegesetz zur Volkszählung wurden über 200000 Kurden zu Ausländern erklärt. 1960 wurde ein Kino in Amouda, in dem sich über 300 Schulkinder befanden, im Auftrag der syrischen Regierung in Brand gesetzt. Am 24.03.1993 wurde das Gefängnis der Stadt Al Hassaka in Brand gesetzt, dabei sind 60 Kurden ums Leben gekommen

Wir appellieren an alle Parteien, Regierungen, Menschenrechtsorganisationen sich dafür bei der staatlichen Regierung einzusetzen:

1Sofortige Aufklärung über das Schicksal von Herrn Daoud Hussein und Respektieren der Menschenrechte die die syrische Regierung selber unterschrieben hat.

2.Gründung einer Untersuchungskommission in Deutschland, um festzustellen, warum Herr Dauod abgeschoben wurde.

3.Solidarität mitdem kurdischen Volk in Syrien.

4.Abschiebestopp der kurdischen Flüchtlinge nach Syrien

5.Druck auf die syrische Regierung ausüben, damit nicht gefoltert wird.

Kurdische Parteien in Syrien, Bremen « Internationale Menschenrechtsverein Bremen « Komkar « Zentrum für Beratung und Integration kurdischer Migranten « Gesellschaft für staatenlose Kurden in Deutschland « Regesellschaft für kurdische Kultur In Leer