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Human Rights and People's War in Nepal
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Mädchen ihrer Kindheit beraubt

Unicef wendet sich gegen Früh-Verheiratungen

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) hat anlässlich des Weltfrauentags dazu aufgerufen, Kinder besser vor Zwangsheiraten zu schützen.

BERLIN, 7. März (ap/epd). Millionen von Mädchen würden jedes Jahr bereits vor oder kurz nach ihrer Pubertät oft ohne ihr Einverständnis verheiratet, heißt es in der jüngsten Unicef-Studie, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul erklärte, zwar steige weltweit das Heiratsalter, aber das Problem der "frühen Heiraten" löse sich nicht von selbst.

Das Kinderhilfswerk wies darauf hin, dass in Äthiopien und in einigen Regionen Westafrikas eine Heirat mit sieben oder acht Jahren für Mädchen nicht ungewöhnlich sei. In Nepal würden sieben Prozent der Mädchen vor ihrem zehnten Geburtstag verheiratet. 40 Prozent heirateten, bevor sie 15 Jahre alt seien.

Laut Unicef haben 20 Länder kein Mindestheiratsalter festgesetzt. Auch wenn Kinderehen verboten seien, würden sie oft auf Grund traditioneller und religiöser Bräuche geschlossen. Häufig sei das Alter der Mädchen gar nicht bekannt.

Die Folgen für die Mädchen seien gravierend, erklärte der Vorsitzende von Unicef- Deutschland, Reinhard Schlagintweit. Sie müssten in der Regel mit der Hochzeit die Schule verlassen. Kontakte zu Freunden oder zur eigenen Familie würden eingeschränkt. Ihre Männer verlangten meist strikte Unterordnung und sexuelle Gefügigkeit. Auch hätten die jungen Ehefrauen kaum eine Chance, sich gegen Gewalt und Missbrauch zu wehren. Frühe Schwangerschaften gefährdeten ihre Gesundheit und ihr Leben.

Weltweit wird nach Schätzungen von Unicef jedes zehnte Kind von einem Mädchen unter 20 geboren. Jedes Jahr stürben 150 000 Teenager an Blutungen, Geburtskomplikationen und unsachgemäßen Abtreibungen.

"Mädchen, die früh heiraten müssen, werden ihrer Kindheit und Jugend beraubt", sagte Schlagintweit, "Und sie bleiben ihr Leben lang in einem Teufelskreis aus Armut, Unwissenheit und Abhängigkeit gefangen." Wieczorek-Zeul kritisierte, die frühe Heirat nehme vor allem den Mädchen jede Chance auf persönliche Entwicklung und ein selbst bestimmtes Leben: "Es ist eine eindeutige Menschenrechtsverletzung." Die SPD-Politikerin verwies auf die Menschenrechtserklärung, in der es heißt: "Die Ehe darf nur auf Grund der freien und vollen Willenseinigung der zukünftigen Ehegatten geschlossen werden." Frauen und Mädchen könnten gestärkt werden, damit sie Alternativen zur frühen Heirat hätten, sagte die Ministerin. "Wenn wir die Armut bekämpfen, haben Familien überhaupt erst die Chance, ihre Töchter nicht aus materiellen Gründen verheiraten zu müssen."

http://www.unicef.de

http://www.bmz.de
 
 


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