go to content (skip navigation)
Home
Sprache:  Land: 
Dringende Kampagnen

Hintergrund

Links

Archiv



Suche Suche



Informationen nach
Themen
Ländern



Info Info

Kontakt Kontakt

Impressum Impressum

/

Home » Archiv » Frankfurter Rundschau vom 12. April 02

[!]
Sie befinden sich im Archiv
Dieser Teil der Website wird nicht mehr betreut. Es können somit einige Verweise nicht mehr funktionieren und die Sprache der Dokumente ist nicht zu ändern.

Behörden wollen Kurden-Familie abschieben

stg BREMEN, 11. April. Die Behörden des Landkreises Osterholz bei Bremen wollen eine siebenköpfige kurdische Familie in die Türkei abschieben, obwohl Familienvater Nezir S. dort angeblich als Unterstützer der verbotenen Kurdenpartei PKK gesucht wird. Laut Menschenrechtlern entging S. vor acht Jahren durch seine Flucht nach Deutschland der drohenden Verhaftung als PKK-Mitglied. Die türkische Gendarmerie habe seitdem mehrfach seine Eltern nach seinem Verbleib befragt. In Bremen sitzt der 34-Jährige im Vorstand eines Kulturzentrums, in dem sich laut Innenbehörde PKK-Anhänger treffen.

Dennoch lehnten die Behörden bisher alle Asylanträge ab, Klagen blieben erfolglos.
Das Verwaltungsgericht Stade sah es zwar als erwiesen an, dass S. in der Türkei wegen Aufstachelung zur Teilnahme an kurdischen Neujahrsfeiern aktenkundig sei.
Dennoch habe er nicht "mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit politische Verfolgung zu befürchten", bisher habe die Türkei kein Verfahren gegen ihn eingeleitet. S. befürchtet aber Haft und Folter und klagt vor Gericht gegen die Abschiebung.