Ich bin geschockt, sehen zu müssen,
dass mein Name und mein Fall in einem im Internet verbreiteten Rundschreiben
benutzt wird, um für "finanzielle, materielle und organisatorische"
Unterstützung für "The Voice Africa Forum" und für die "Karawane
für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen" in Thüringen
zu werben. Ich möchte meinen tiefen Unmut darüber ausdrücken,
dass diejenigen führenden Personen des "The Voice Africa Forum" und
diejenigen Schlüsselfiguren der "Karawane für die Rechte der
Flüchtlinge und MigrantInnen", die seit zwei Jahren eine Hasskampagne
gegen mich geleitet haben, nun klammheimlich meinen Namen benutzen. Ich
möchte klarstellen, dass ich zu keinem Zeitpunkt über irgend
ein öffentliches Treffen oder irgend eine Aktivität in Thüringen
informiert wurde, die im Rahmen der "Karawane" stattgefunden hat/ Stattfinden
soll, und dass ich solch einen Opportunismus und Missbrauch vehement ablehne.
Ich bitte diejenigen, die meinen Kampf trotz der gegen mich geführten
Kampagne unterstützen, sich nicht von den Täuschungen und den
Verwirrungen beeindrucken zu lassen, die meine Feinde verbreiten.
Als ich vor zwei Jahren Alarm schlug, dass gegen mich intrigiert wird,
mit dem Ziel, mich aus der Residenzpflichtkampagne zu drängen, haben
es mir die Leute nicht geglaubt!
Als ich Alarm schlug, dass mich die Führung des "The Voice Africa
Forum" bedroht hat, weil ich mich geweigert hatte, ihre korrupte Lebensphilosophie
zu übernehmen, haben mir die Leute nicht geglaubt!
Als ich sagte, dass sich diese Personen in meinen Asylfall eingemischt
haben, um ihn zu sabotieren, mit dem Ziel, mich aus Deutschland zu vertreiben,
haben mir die Leute nicht geglaubt!
Ich war zutiefst erschüttert, weil so viele Deutsche, die vorgeben,
um Menschenrechte und Fortschrittlichkeit besorgt zu sein, keinerlei Einsatz
für Gerechtigkeit zeigten und die Wahrheit ignorierten. Sie hörten
nur auf die Stimmen, der Lauten - die Stimmen derjenigen, die Verbindungen
haben. Auf diese Weise haben sie nur die kapitalistische und imperialistische
Philosophie verinnerlicht. Es ist das Resultat eines Mangels an fortschrittlicher
Kultur, der manche Deutsche dazu gebracht hat, sich mit den Afrikanern
zusammenzutun, die mich bedrohen. Anstatt mich zu verteidigen, habt Ihr
gemeinsam mit dieser Gruppe gerufen: José Maria ist paranoid! José
Maria ist verrückt!
Vielleicht war der Grund dieses Psychoterrors, mich wirklich verrückt
zu machen! Aber sie waren damit nicht erfolgreich! Ich habe weitergekämpft,
und ich habe weitergelebt! Mehr noch: nach und nach haben die Leute angefangen,
mir zu glauben. Sie haben angefangen, eine prinzipientreue Position einzunehmen
und mich zu unterstützen. Sie begannen, das Ausmaß der Manipulation
und Desinformationskampagne gegen mich zu begreifen.
Genau zu diesem Zeitpunkt, starteten meine Feinde ihren ekelerregendsten
Angriff auf mich. Dass José Maria ein Vergewaltiger ist !!!
Anfang dieses Jahres hat Debjani Das verlangt, dass ich das KarawaneTreffen
in Karlsruhe verlasse - wahrscheinlich im Sinne der "Karawane für
die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen". Ihr Vorwurf war, dass
ich an einem bestimmten Datum die Frau, die die Karawanegruppe Nürnberg
auf dem Treffen repräsentierte, mit physischer Gewalt sexuell belästigt
habe. Mehrere Mitglieder des "The Voice Africa Forum" schlossen sich ihr
an. Als ich dagegen protestierte, verlangte Osaren Igbinoba vom "The Voice
Africe Forum" von mir, mich bei der Frau zu entschuldigen!! Als ob solch
ein ernster Vorwurf einer vermeintlichen sexuellen Belästigung mit
einer Entschuldigung aus der Welt geschaffen werden könnte! Nein,
dies war Teil des Plans - dies wurde gemacht, um auf der einen Seite den
ZuschauerInnen zu zeigen, dass Osaren nicht Teil dieser Intrige gegen mich
war, und auf der anderen Seite den "guten Bullen" zu spielen, um Druck
auf mich auszuüben, damit ich etwas zugebe, was ich nicht getan habe.
Ich wurde mit dem schlimmsten Alptraum konfrontiert, mit dem ein Afrikaner
in einer weißen Gesellschaft konfrontiert werden kann - mit dem falschen
Vorwurf, eine weiße Frau sexuell missbraucht zu haben.
Aber damit nicht genug.
Einige Tage später wurde ein Brief von der Karawanegruppe Nürnberg
an die öffentliche Adresse des Internationalen Menschenrechtsverein
Bremen (IMRV) gefaxt, datiert mit April 2002. Der Grund dafür ist
offensichtlich. Alle ernsthaften und nüchternen Leute, die die Frau
kennen und die mich kennen, oder die Leute, die uns in der Vergangenheit
miteinander gesehen haben, würden es schwierig gefunden haben, das
zu glauben, was ich gemacht haben soll. Dieses Fax wurde gesendet, um daran
festzuhalten, dass ich eine Gefährdung für Frauen darstelle,
da die Anschuldigungen, auf dessen Basis ich von dem Treffen ausgeschlossen
werden sollte, leicht zusammenfallen und möglicherweise die ManipulatorInnen
entlarvt werden würden. Aber darin versteckte sich nur ein weiterer
Stachel/Pferdefuss. Es ist unvorstellbar, dass das öffentliche Telefon
und Fax des IMRV nicht vom Verfassungsschutz abgehört/ kontrolliert
wird. Insbesondere durch die Bemerkung im Text, dass Jose Marias Anti-Residenzpflicht-Kampagne
nicht gestört werden sollte, wurde den deutschen Behörden sofort
die Botschaft mitgeteilt, dass ich, ein afrikanischer Mann, der von der
Karawanegruppe Nürnberg als jemand angesehen wird, der deutsche Frauen
sexuell misshandelt, nicht blossgestellt werden sollte, da diese Gruppe
gegen die Residenzpflicht vorgehen wolle! Welche Reaktionen werden die
deutschen Behörden nach Kenntnisnahme dieser Zeilen, mir gegenüber
zeigen? Würden die deutschen Behörden etwa nicht denken, dass
wir hier einen afrikanischen Mann haben, der neben der Tatsache, dass er
keinen Respekt für das deutsche Gesetz (Residenzpflicht) zeigt, auch
noch unsere Frauen sexuell belästigt und dass ein paar fehlgeleitete
und verantwortungslose Personen offen erklären, dass sie diesen Afrikaner
schützen und ihn nicht bei den Behörden anzeigen werden? Gibt
es noch einen erdenklich besseren Weg, um den deutschen Staat in seinem
Vorhaben, mich abzuschieben, zu bestärken? Seitdem wurde inzwischen
meine gut vorbereitete Asylklage vom Gericht abgelehnt und in meinem Verfahren
wegen des Verstosses gegen die Residenzpflicht verurteilte mich der Richter
des Verwaltungsgerichts in Eisenach zu einer Geldstrafe von 2400 Euro und
zusätzlichen Gerichtskosten oder einer Gefängnisstrafe von 120
Tagen.
Mir ist sehr wohl bewusst, mit welchen Schwierigkeiten ich konfrontiert
bin. Die deutschen Behörden haben eindringlich erklärt, wie wichtig
es für sie ist, ihre Verbotsanordnungen wegen meines Verstosses gegen
die Residenzpflicht in die Tat umzusetzen, so dass ein Exempel statuiert
wird, dass andere Flüchtlinge abschrecken soll. Ich bin von Gefängnishaft
und Abschiebung bedroht. Führende Personen in der "Karawane" und "The
Voice", Debjani Das und Sunny Omwenyeke, verbreiten die Propaganda, dass
ich ein Verrückter und ein Vergewaltiger sei, während sie sich
selbst als VerfechterInnen der Flüchtlinge darstellen. Als ob diese
Verletzungen nicht schon ausreichen, werde ich nun zusätzlich dadurch
beleidigt, dass "The Voice" in Jena meinen Namen benutzt, um Spendengelder
zu sammeln. Ohne Zweifel meinen diese Leute, dass sie, nachdem ich abgeschoben
worden bin, Geschichte neu schreiben können und vortäuschen können,
dass sie meine besten Freunde seien und nicht meine Feinde. Doch sie sollten
nicht so arrogant sein, zu glauben, dass ich dadurch überrumpelt werde
und zu schwach sei, um ihre Machenschaften aufzudecken. Weder die deutschen
Behörden, noch "The Voice" oder die Führung der "Karawane 2002"
können mir meine Prinzipien, meine Menschlichkeit und meine Integrität
nehmen - das sollten sie wissen. Ich werde die Wahrheit ans Tageslicht
bringen und die Machenschaften aufdecken, nicht nur um meinetwillen, sondern
für alle Flüchtlinge, die bereits unter dieser Grausamkeit gelitten
haben oder vielleicht in Zukunft leiden werden. Meinen Entschluss, gegen
die Residenzpflicht
zu verstossen, der mich in diese schwierige Lage gebracht hat, habe
ich niemals bereut. Ich blicke der Zukunft mit revolutionärem Optimismus
entgegen - dass die finsterste Stunde kurz vor der Dämmerung erscheint.
José Maria Jones - 24.08.02
josemariajones@hotmail.co.uk
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Ich möchte mich bei all denjenigen entschuldigen,
die nicht bescheid wissen über den Hintergrund des Konfliktes, der
auf dieser Seite angesprochen wird. Tatsache ist, dass es gravierende Unterschiede
gibt zwischen der Politik der einflussreichen Personen der “Karawane 2002”
und der der Führung des Internationalen Menschenrechtsvereins Bremen.
José Maria Jones’ Intervention legt dies offen. Leider haben wir
momentan keine Zeit, eine Analyse dieser Differenzen und deren Herkunft
zu liefern. So kann mir aber jeder eine e-mail schreiben, der Fragen stellen
oder Kommentare machen möchte. Schreibt bitte dazu, ob die e-mail
im Internet veröffentlicht werden soll oder nicht.
Viraj Mendis – Internationaler Menschenrechtsverein Bremen
viraj@humanrights.de
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An Viraj
Mendis, Internationaler Menschenrechtsverein Bremen (IMRV)
Lieber Viraj,
wir haben gemeinsam über die Politik der neuen “Karawane” diskutiert.
Ich weiß, deine Argumentation ist, dass wir die “Karawane” ignorieren
sollten und lieber unsere Arbeit machen sollten. Ich habe dich aber viele
Male gewarnt, dass die momentane Führung der “Karawane” nicht nur
mich zerstören will, sondern generell gegen die Politik des Menschenrechtsvereins
gerichtet ist, für die Menschen wie du, Karen, Nico u.a. stehen. Letztendlich
richtet sie sich gegen den Aufbau einer prinzipientreuen Flüchtlingsbewegung.
Wenn Ihr schweigt und “nur Eure Arbeit macht”, gebt ihr den Opportunisten
die Gelegenheit, die Menschen zu betrügen und eure Arbeit für
ihre Selbstverherrlichung und ihre korrupten Ziele zu benutzen.
Ja, ich kenne deine Antwort. Du wirst sagen, lass sie doch machen, was
sie wollen, unsere Arbeit spricht für sich selbst. Richtig, langfristig
gedacht hast du sicherlich Recht. Aber kurzfristig? Was ist mit der Gegewart?
Machst du dir keine Sorgen, dass die Bewegung der “Karawane”, die du und
Karen ins Leben gerufen haben, von Opportunisten übernommen wird,
die die Flüchtlinge hereinlegen wollen?? Machst du dir keine Sorgen
darüber, dass die neue Führung der “Karawane” die Slogans, für
die du, Karen und Andere gekämpft und die ihr in der Flüchtlingsbewegung
etabliert habt, nun wie eine Dekoration mit sich herumträgt und dabei
nicht einmal ihre wahre Bedeutung versteht.
Was wird passieren, falls Flüchtlinge sie wirklich ernst nehmen,
sich ihnen anschliessen und dann Probleme mit den Behörden bekommen?
Wird die Führung der “Karawane 2002” sie verteidigen? Wird sie fähig
sein, eine Kampagne zu initiieren, wie die, die ihr für Akubuo geführt
habt, als er nach der Karawane 1998 in Abschiebehaft war? Ich weiss, dass
du der Meinung warst, dass eine “Karawane”-Bewegung, die nicht in der Lage
ist, ihre eigenen Aktivisten gegen Abschiebungen zu verteidigen, keinerlei
Wert hat. Ich erinnere mich, dass du, Karen, Carola, Nico, Roberto u.A.
gemeinsam mit Theophilus pausenlos die Behörden angegriffen, sie schliesslich
schachmatt gesetzt und die Abschiebung gestoppt habt. Ich weiss, dass diese
Art der Handhabung die Karawane-Gruppe Rostock dazu gebracht hat, Akubuo
wesentlich zu unterstützen. Ich weiss, dass die lateinamerikanischen
GenossInnen gemeinsam mit Roberto eine kraftvolle Kampagne mit derselben
Überzeugung ins Leben riefen, um die Abschiebung von Alex Alayo zu
verhindern, der während seiner Teilnahme des Hungerstreiks in Köln
in Abschiebehaft gebracht wurde. Es gibt viele weitere Beispiele. Aber
sieh dir die politische Kultur der neuen “Karawane”-Führung an. Während
sie einerseits für sich in Anspruch nehmen, eine Kampagne gegen die
Residenzpflicht anzuführen, machen sie Jagd auf mich als jemanden,
der seit drei Jahren konsequent gegen dieses drakonische Gesetz Standpunkt
bezogen hat.
Wir beide wissen, dass die Clique, die einen politischen und persönlichen
Angriff auf dich und deine engsten Genossen gestartet hat, dieselbe ist,
die mich nun für über zwei Jahr hinweg angreift. Ich kenne ihre
Mentalität. Sie fühlen, dass sie die politische und kulturelle
Überzeugung der Prinzipienhaftigkeit und dem Einsatz zu Kämpfen,
die du und deine Mitstreiter repräsentieren, zerstören muss,
um sich schwerer Arbeit zu entledigen. Allein eure Existenz entlarvt sie.
Dies ist der Grund, warum sie mit einer derartigen Vehemenz daran gehen,
euch persönlich und politisch zu zerstören. Falls ihr schweigt,
werden sie jeden Trick benutzen, sich mit jedem eurer Feinde zusammen zu
tun, diejenigen manipulieren, die geistig schwach sind, um euch zu zerstören.
Sie haben ihre Lakeien, die den Menschenrechtsverein übernehmen sollen,
um ihn in das Gegenteil dessen zu verkehren, was er bislang war. Sollte
dies geschehen, wird es eine Tragödie für die Flüchtlinge
und ihre Rechte sein.
Ich habe mich dir angeschlossen, als du gesagt hast, ich solle die
gegewärtigen Führer der “Karawane” nicht öffentlich angreifen
und solle mich ruhig verhalten, obwohl ich nicht mit dir einverstanden
war. Aber meine Zurückhaltung wurde von meinen Feinden als Schwäche
begriffen und hat sie überzeugt, noch unglaublichere Angriffe gegen
mich zu initiieren. Deshalb habe ich mich nun entschlossen, dass man meine
Stimme hören muss. Ich habe leider keinen Zugang zu einem Computer,
deshalb musst du dies eintippen. Ich bitte dich ebenfalls, den Text zu
überarbeiten, wobei der Inhalt gleich bleiben soll. Setze den Brief
bitte so schnell wie möglich ins Internet. Ich weiss, dass du zur
Zeit sehr beschäftigt bist, aber sorge bitte für Übersetzungen
in soviele Sprachen wie möglich.
Liebe Grüsse an alle
José Maria Jones
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