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Home » Archiv » Wichtige Mittteilung von José Maria Jones zur "Karawane 2002"

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Wichtige Mittteilung von José Maria Jones zur "Karawane 2002"
Jose Maria

Ich bin geschockt, sehen zu müssen, dass mein Name und mein Fall in einem im Internet verbreiteten Rundschreiben benutzt wird, um für "finanzielle, materielle und organisatorische" Unterstützung für "The Voice Africa Forum" und für die "Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen" in Thüringen zu werben. Ich möchte meinen tiefen Unmut darüber ausdrücken, dass diejenigen führenden Personen des "The Voice Africa Forum" und diejenigen Schlüsselfiguren der "Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen", die seit zwei Jahren eine Hasskampagne gegen mich geleitet haben, nun klammheimlich meinen Namen benutzen. Ich möchte klarstellen, dass ich zu keinem Zeitpunkt über irgend ein öffentliches Treffen oder irgend eine Aktivität in Thüringen informiert wurde, die im Rahmen der "Karawane" stattgefunden hat/ Stattfinden soll, und dass ich solch einen Opportunismus und Missbrauch vehement ablehne. Ich bitte diejenigen, die meinen Kampf trotz der gegen mich geführten Kampagne unterstützen, sich nicht von den Täuschungen und den Verwirrungen beeindrucken zu lassen, die meine Feinde verbreiten.

Als ich vor zwei Jahren Alarm schlug, dass gegen mich intrigiert wird, mit dem Ziel, mich aus der Residenzpflichtkampagne zu drängen, haben es mir die Leute nicht geglaubt!

Als ich Alarm schlug, dass mich die Führung des "The Voice Africa Forum" bedroht hat, weil ich mich geweigert hatte, ihre korrupte Lebensphilosophie zu übernehmen, haben mir die Leute nicht geglaubt!

Als ich sagte, dass sich diese Personen in meinen Asylfall eingemischt haben, um ihn zu sabotieren, mit dem Ziel, mich aus Deutschland zu vertreiben, haben mir die Leute nicht geglaubt!

Ich war zutiefst erschüttert, weil so viele Deutsche, die vorgeben, um Menschenrechte und Fortschrittlichkeit besorgt zu sein, keinerlei Einsatz für Gerechtigkeit zeigten und die Wahrheit ignorierten. Sie hörten nur auf die Stimmen, der Lauten - die Stimmen derjenigen, die Verbindungen haben. Auf diese Weise haben sie nur die kapitalistische und imperialistische Philosophie verinnerlicht. Es ist das Resultat eines Mangels an fortschrittlicher Kultur, der manche Deutsche dazu gebracht hat, sich mit den Afrikanern zusammenzutun, die mich bedrohen. Anstatt mich zu verteidigen, habt Ihr gemeinsam mit dieser Gruppe gerufen: José Maria ist paranoid! José Maria ist verrückt!

Vielleicht war der Grund dieses Psychoterrors, mich wirklich verrückt zu machen! Aber sie waren damit nicht erfolgreich! Ich habe weitergekämpft, und ich habe weitergelebt! Mehr noch: nach und nach haben die Leute angefangen, mir zu glauben. Sie haben angefangen, eine prinzipientreue Position einzunehmen und mich zu unterstützen. Sie begannen, das Ausmaß der Manipulation und Desinformationskampagne gegen mich zu begreifen.

Genau zu diesem Zeitpunkt, starteten meine Feinde ihren ekelerregendsten Angriff auf mich. Dass José Maria ein Vergewaltiger ist !!!

Anfang dieses Jahres hat Debjani Das verlangt, dass ich das KarawaneTreffen in Karlsruhe verlasse - wahrscheinlich im Sinne der "Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen". Ihr Vorwurf war, dass ich an einem bestimmten Datum die Frau, die die Karawanegruppe Nürnberg auf dem Treffen repräsentierte, mit physischer Gewalt sexuell belästigt habe. Mehrere Mitglieder des "The Voice Africa Forum" schlossen sich ihr an. Als ich dagegen protestierte, verlangte Osaren Igbinoba vom "The Voice Africe Forum" von mir, mich bei der Frau zu entschuldigen!! Als ob solch ein ernster Vorwurf einer vermeintlichen sexuellen Belästigung mit einer Entschuldigung aus der Welt geschaffen werden könnte! Nein, dies war Teil des Plans - dies wurde gemacht, um auf der einen Seite den ZuschauerInnen zu zeigen, dass Osaren nicht Teil dieser Intrige gegen mich war, und auf der anderen Seite den "guten Bullen" zu spielen, um Druck auf mich auszuüben, damit ich etwas zugebe, was ich nicht getan habe.

Ich wurde mit dem schlimmsten Alptraum konfrontiert, mit dem ein Afrikaner in einer weißen Gesellschaft konfrontiert werden kann - mit dem falschen Vorwurf, eine weiße Frau sexuell missbraucht zu haben.

Aber damit nicht genug.

Einige Tage später wurde ein Brief von der Karawanegruppe Nürnberg an die öffentliche Adresse des Internationalen Menschenrechtsverein Bremen (IMRV) gefaxt, datiert mit April 2002. Der Grund dafür ist offensichtlich. Alle ernsthaften und nüchternen Leute, die die Frau kennen und die mich kennen, oder die Leute, die uns in der Vergangenheit miteinander gesehen haben, würden es schwierig gefunden haben, das zu glauben, was ich gemacht haben soll. Dieses Fax wurde gesendet, um daran festzuhalten, dass ich eine Gefährdung für Frauen darstelle, da die Anschuldigungen, auf dessen Basis ich von dem Treffen ausgeschlossen werden sollte, leicht zusammenfallen und möglicherweise die ManipulatorInnen entlarvt werden würden. Aber darin versteckte sich nur ein weiterer Stachel/Pferdefuss. Es ist unvorstellbar, dass das öffentliche Telefon und Fax des IMRV nicht vom Verfassungsschutz abgehört/ kontrolliert wird. Insbesondere durch die Bemerkung im Text, dass Jose Marias Anti-Residenzpflicht-Kampagne nicht gestört werden sollte, wurde den deutschen Behörden sofort die Botschaft mitgeteilt, dass ich, ein afrikanischer Mann, der von der Karawanegruppe Nürnberg als jemand angesehen wird, der deutsche Frauen sexuell misshandelt, nicht blossgestellt werden sollte, da diese Gruppe gegen die Residenzpflicht vorgehen wolle! Welche Reaktionen werden die deutschen Behörden nach Kenntnisnahme dieser Zeilen, mir gegenüber zeigen? Würden die deutschen Behörden etwa nicht denken, dass wir hier einen afrikanischen Mann haben, der neben der Tatsache, dass er keinen Respekt für das deutsche Gesetz (Residenzpflicht) zeigt, auch noch unsere Frauen sexuell belästigt und dass ein paar fehlgeleitete und verantwortungslose Personen offen erklären, dass sie diesen Afrikaner schützen und ihn nicht bei den Behörden anzeigen werden? Gibt es noch einen erdenklich besseren Weg, um den deutschen Staat in seinem Vorhaben, mich abzuschieben, zu bestärken? Seitdem wurde inzwischen meine gut vorbereitete Asylklage vom Gericht abgelehnt und in meinem Verfahren wegen des Verstosses gegen die Residenzpflicht verurteilte mich der Richter des Verwaltungsgerichts in Eisenach zu einer Geldstrafe von 2400 Euro und zusätzlichen Gerichtskosten oder einer Gefängnisstrafe von 120 Tagen.

Mir ist sehr wohl bewusst, mit welchen Schwierigkeiten ich konfrontiert bin. Die deutschen Behörden haben eindringlich erklärt, wie wichtig es für sie ist, ihre Verbotsanordnungen wegen meines Verstosses gegen die Residenzpflicht in die Tat umzusetzen, so dass ein Exempel statuiert wird, dass andere Flüchtlinge abschrecken soll. Ich bin von Gefängnishaft und Abschiebung bedroht. Führende Personen in der "Karawane" und "The Voice", Debjani Das und Sunny Omwenyeke, verbreiten die Propaganda, dass ich ein Verrückter und ein Vergewaltiger sei, während sie sich selbst als VerfechterInnen der Flüchtlinge darstellen. Als ob diese Verletzungen nicht schon ausreichen, werde ich nun zusätzlich dadurch beleidigt, dass "The Voice" in Jena meinen Namen benutzt, um Spendengelder zu sammeln. Ohne Zweifel meinen diese Leute, dass sie, nachdem ich abgeschoben worden bin, Geschichte neu schreiben können und vortäuschen können, dass sie meine besten Freunde seien und nicht meine Feinde. Doch sie sollten nicht so arrogant sein, zu glauben, dass ich dadurch überrumpelt werde und zu schwach sei, um ihre Machenschaften aufzudecken. Weder die deutschen Behörden, noch "The Voice" oder die Führung der "Karawane 2002" können mir meine Prinzipien, meine Menschlichkeit und meine Integrität nehmen - das sollten sie wissen. Ich werde die Wahrheit ans Tageslicht bringen und die Machenschaften aufdecken, nicht nur um meinetwillen, sondern für alle Flüchtlinge, die bereits unter dieser Grausamkeit gelitten haben oder vielleicht in Zukunft leiden werden. Meinen Entschluss, gegen die Residenzpflicht zu verstossen, der mich in diese schwierige Lage gebracht hat, habe ich niemals bereut. Ich blicke der Zukunft mit revolutionärem Optimismus entgegen - dass die finsterste Stunde kurz vor der Dämmerung erscheint.

José Maria Jones - 24.08.02

josemariajones@hotmail.co.uk
 

Ich möchte mich bei all denjenigen entschuldigen, die nicht bescheid wissen über den Hintergrund des Konfliktes, der auf dieser Seite angesprochen wird. Tatsache ist, dass es gravierende Unterschiede gibt zwischen der Politik der einflussreichen Personen der “Karawane 2002” und der der Führung des Internationalen Menschenrechtsvereins Bremen. José Maria Jones’ Intervention legt dies offen. Leider haben wir momentan keine Zeit, eine Analyse dieser Differenzen und deren Herkunft zu liefern. So kann mir aber jeder eine e-mail schreiben, der Fragen stellen oder Kommentare machen möchte. Schreibt bitte dazu, ob die e-mail im Internet veröffentlicht werden soll oder nicht.
Viraj Mendis – Internationaler Menschenrechtsverein Bremen

viraj@humanrights.de
 

 

An Viraj Mendis, Internationaler Menschenrechtsverein Bremen (IMRV)

Lieber Viraj,
wir haben gemeinsam über die Politik der neuen “Karawane” diskutiert. Ich weiß, deine Argumentation ist, dass wir die “Karawane” ignorieren sollten und lieber unsere Arbeit machen sollten. Ich habe dich aber viele Male gewarnt, dass die momentane Führung der “Karawane” nicht nur mich zerstören will, sondern generell gegen die Politik des Menschenrechtsvereins gerichtet ist, für die Menschen wie du, Karen, Nico u.a. stehen. Letztendlich richtet sie sich gegen den Aufbau einer prinzipientreuen Flüchtlingsbewegung. Wenn Ihr schweigt und “nur Eure Arbeit macht”, gebt ihr den Opportunisten die Gelegenheit, die Menschen zu betrügen und eure Arbeit für ihre Selbstverherrlichung und ihre korrupten Ziele zu benutzen.

Ja, ich kenne deine Antwort. Du wirst sagen, lass sie doch machen, was sie wollen, unsere Arbeit spricht für sich selbst. Richtig, langfristig gedacht hast du sicherlich Recht. Aber kurzfristig? Was ist mit der Gegewart? Machst du dir keine Sorgen, dass die Bewegung der “Karawane”, die du und Karen ins Leben gerufen haben, von Opportunisten übernommen wird, die die Flüchtlinge hereinlegen wollen?? Machst du dir keine Sorgen darüber, dass die neue Führung der “Karawane” die Slogans, für die du, Karen und Andere gekämpft und die ihr in der Flüchtlingsbewegung etabliert habt, nun wie eine Dekoration mit sich herumträgt und dabei nicht einmal ihre wahre Bedeutung versteht.

Was wird passieren, falls Flüchtlinge sie wirklich ernst nehmen, sich ihnen anschliessen und dann Probleme mit den Behörden bekommen? Wird die Führung der “Karawane 2002” sie verteidigen? Wird sie fähig sein, eine Kampagne zu initiieren, wie die, die ihr für Akubuo geführt habt, als er nach der Karawane 1998 in Abschiebehaft war? Ich weiss, dass du der Meinung warst, dass eine “Karawane”-Bewegung, die nicht in der Lage ist, ihre eigenen Aktivisten gegen Abschiebungen zu verteidigen, keinerlei Wert hat. Ich erinnere mich, dass du, Karen, Carola, Nico, Roberto u.A. gemeinsam mit Theophilus pausenlos die Behörden angegriffen, sie schliesslich schachmatt gesetzt und die Abschiebung gestoppt habt. Ich weiss, dass diese Art der Handhabung die Karawane-Gruppe Rostock dazu gebracht hat, Akubuo wesentlich zu unterstützen. Ich weiss, dass die lateinamerikanischen GenossInnen gemeinsam mit Roberto eine kraftvolle Kampagne mit derselben Überzeugung ins Leben riefen, um die Abschiebung von Alex Alayo zu verhindern, der während seiner Teilnahme des Hungerstreiks in Köln in Abschiebehaft gebracht wurde. Es gibt viele weitere Beispiele. Aber sieh dir die politische Kultur der neuen “Karawane”-Führung an. Während sie einerseits für sich in Anspruch nehmen, eine Kampagne gegen die Residenzpflicht anzuführen, machen sie Jagd auf mich als jemanden, der seit drei Jahren konsequent gegen dieses drakonische Gesetz Standpunkt bezogen hat.

Wir beide wissen, dass die Clique, die einen politischen und persönlichen Angriff auf dich und deine engsten Genossen gestartet hat, dieselbe ist, die mich nun für über zwei Jahr hinweg angreift. Ich kenne ihre Mentalität. Sie fühlen, dass sie die politische und kulturelle Überzeugung der Prinzipienhaftigkeit und dem Einsatz zu Kämpfen, die du und deine Mitstreiter repräsentieren, zerstören muss, um sich schwerer Arbeit zu entledigen. Allein eure Existenz entlarvt sie. Dies ist der Grund, warum sie mit einer derartigen Vehemenz daran gehen, euch persönlich und politisch zu zerstören. Falls ihr schweigt, werden sie jeden Trick benutzen, sich mit jedem eurer Feinde zusammen zu tun, diejenigen manipulieren, die geistig schwach sind, um euch zu zerstören. Sie haben ihre Lakeien, die den Menschenrechtsverein übernehmen sollen, um ihn in das Gegenteil dessen zu verkehren, was er bislang war. Sollte dies geschehen, wird es eine Tragödie für die Flüchtlinge und ihre Rechte sein.
Ich habe mich dir angeschlossen, als du gesagt hast, ich solle die gegewärtigen Führer der “Karawane” nicht öffentlich angreifen und solle mich ruhig verhalten, obwohl ich nicht mit dir einverstanden war. Aber meine Zurückhaltung wurde von meinen Feinden als Schwäche begriffen und hat sie überzeugt, noch unglaublichere Angriffe gegen mich zu initiieren. Deshalb habe ich mich nun entschlossen, dass man meine Stimme hören muss. Ich habe leider keinen Zugang zu einem Computer, deshalb musst du dies eintippen. Ich bitte dich ebenfalls, den Text zu überarbeiten, wobei der Inhalt gleich bleiben soll. Setze den Brief bitte so schnell wie möglich ins Internet. Ich weiss, dass du zur Zeit sehr beschäftigt bist, aber sorge bitte für Übersetzungen in soviele Sprachen wie möglich.

Liebe Grüsse an alle
José Maria Jones
 

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