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The
VOICE e.V. Africa Forum, Human Rights Group,Schillergäßchen
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2000, 13. Juli KAMERUNTAG Was wird Kamerun,
eine ehemalige Kolonie Deutschlands, auf der Expo 2000 in Hannover ausstellen
? Den Tyrannen Paul Biya und seine neokolonialistischen Herrscher
? Demonstration
gegen die Diktatur in Kamerun
Kameruns lange Geschichte
von Menschenrechtsverletzungen ist ein alarmierendes Signal innerhalb der
nationalen und internationalen Gemeinschaft. Berichte nationaler und internationaler
Nichtregierungsorgnisationen demonstrieren das hohe Ausmaß an Folter,
Ungerechtigkeit und illegaler Verhaftungen, außergerichtlicher Hinrichtungen
und die Mißhandlungen normaler und politischer Gefangener und der
Häftlinge im Todestrakt unter dem repressiven Regime Paul Biyas, der
seit 1982 die Unterdrückung des letzten Präsidenten Ahmadou Ahidjo,
der von der Unabhängigkeit 1960 bis 1982 regiert hat, fortgesetzt. Die Veruntreuung von
Staatsgeldern und die Zweckentfremdung durch Regierungsbeamten hat sich
unbestreitbar vermehrt. Staatsbestechung und Korruption ließen Kamerun
zum korruptesten Land der Welt werden (Tranparency International Bericht
1999). Sicherheitsbeamte der Polizei, Gendarmerie und des Militärs wurden mit Todesfällen durch Folter und außergerichtlichen Tötungen in Verbindung gebracht, die strafrechtlich nicht verfolgt wurden. Mitglieder von Oppositionsparteien, Journalisten, Menschenrechtsaktivisten, StudentInnen und Minderheitenbewegungen wie der anglophone SCNC ( Südkamerunischer Nationalkongreß ) und ihre Koordinationsnetzwerke werden dagegen täglich von der Regierung verfolgt. Es gibt langandauernde Gefängnisstrafen ohne Verfahren und das Militär wird als Werkzeug zur Brutalisierung benutzt und um die Zivilbürger zu verfolgen. Der ökonomische Sektor ist in der Hand von multinationalen Konzernen wie den deutschen Firmen SIEMENS und MERCEDES, die nichts anderes tun als das diktatorische Regime Paul Biyas, der nun seit 18 Jahren an der Macht ist, zu vermarkten und zu unterstützen. Der Regenwald Kameruns ist durch kritiklose Ausbeutung von Timberhölzern durch ausländische Firmen von Ausrottung bedroht. Das Tschad - Kamerun Pipeline Projekt wird ein weiteres Ogoniland [1]in Kamerun werden und die unaufhörliche Ölausbeutung der reichen schwarzen Goldregionen an der Küste im Süden den Einwohnern dieser Region, die in Armut leben, keinen Nutzen bringen. Gleichzeitig führte diese Notlage für die anglophonen Minderheiten dazu, für ihre Selbstbestimmung zu kämpfen. Die Zustände in
staatlich geführten und privaten Gefängnissen erschrecken mit
Überbelegung der Gefängnisse und einer hohen Sterblichkeitsrate
unter den Gefangenen, hervorgerufen durch Folter, Mißhandlungen und
erbärmlichen sanitären Bedingungen. Gefängnisse, die für
800 Häftlinge konstituiert sind, enthalten 2500 oder mehr Gefangene.
Mehr als zehn politische Gefangene starben zwischen 1997 und 1999 unter
Folter und Mißhandlungen (Amnesty International Bericht, Feb. 2000).
Politische Gefangene werden in Incommunicado-Haft gehalten ohne Zugang
zu Anwälten, Ärzten oder Verwandten. Das
ist es, was Kamerun und das Biya Regime ausstellen werden und so wird es
die Weltbank unterstützen. Bericht
der afrikanischen Nachrichtenagentur Weltbank
genehmigt die Finanzierung der Tschad-Kamerun
Pipeline
(Lagos)
Lagos - Die Kommission der Weltbankdirektoren stimmte am Dienstag überein, die Finanzierung eines heiß diskutierten Pipeline Projektes durch Teile des Tschad und Kamerun zu unterstützen. Die Unterstützung des Projekts durch die Kommission kam trotz scharfer Kritik von Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten aus dem Tschad und anderswoher, die davor warnten, daß das Projekt großen Schaden bei der lokalen Bevölkerung hervorrufen könnte. Im Mai 1999 fragten Nichtregierungsorganisationen im Tschad bei der Weltbank an, ein zweijähriges Moratorium für das Projekt zu erlassen, um dem Land Zeit zu geben, ein legales Rahmenwerk für gerechte Wohnungsentschädigung zu schaffen. Die Weltbank sagte in einer Erklärung, sie würde dem Tschad 39,5 Millionen Dollar und 53,4 Millionen Dollar Kamerun leihen, um beim Bau einer 1070 km (670 Meilen) langen Pipeline zu helfen, die Öl vom Dobafeld im Südtschad zu den Verlademöglichkeiten an Kameruns Atlantikküste transportieren sollte. Außerdem gibt die Internationale Finanzgesellschaft Anleihen an den privaten Sektor, wird dem Gemeinschaftsunternehmen der Pipeline 100 Millionen Dollar zur Verfügung stellen und mobilisierten bis zu 300 Millionen Dollar von kommerziellen Banken. Teilhabende Ölgesellschaften, Banken und ausländische Kreditagenturen würden die verbleibenden 3,2 Billionen Dollar bereitstellen. US-Firmen wie Exxon, Mobil und Chevron beteiligen sich mit 40 bzw. 25 Prozent, ebenso wie die malaiische Petrona mit 35 Prozent. Die Weltbank schätzt, daß das Projekt nach 25 Jahren zwei Billionen Dollar für den Tschad und 500 Millionen Dollar für Kamerun abwerfen würde. Außerdem sagte die Bank zu ihren Investoren, daß die Kommission zwei Kredite in Höhe von 29,5 Millionen Dollar aus Gewissensgründen einräume, um das Umweltmanagement und die Überwachungskapazitäten des Erdölsektors von Tschad und Kamerun zu stärken. „ Währendeinige immer noch Zweifel haben, bin ich davon überzeugt, daß die harte Arbeit der Spezialisten der Weltbankgruppe, privater Gesellschaften und der beiden Länder, kombiniert mit der starken Teilnahme der Zivilgesellschaft in Tschad, Kamerun und weltweit, dies zu einem besseren und stärkeren Projekt gemacht haben,“ sagte der Präsident der Weltbank, James Wolfensohn. Aber laut Rainforest Action Network in San Francisco, wird es „ernsthafte, irreversible Rückwirkungen auf die Umwelt“ haben, Regenwaldgebiete zerstören, Tierarten und Indigene wie die Pygmäen bedrohen. „ Es ist ein riskantes Projekt,“ sagte Andrea Dubin von der Umweltgruppe Friends of the Earth am Montag in einem Interview. „ Die Pipeline kreuzt bedeutende Wasser- und Flußsysteme im Tschad und in Kamerun und die Möglichkeit für eine undichte Stelle ist sehr groß,“ sagte sie. Gegner argumentieren, daß Tschad und Kamerun eine gut dokumentierte Geschichte von Menschenrechtsverletzungen und Korruption haben, die es unwahrscheinlich machen, daß die erwarteten Gewinne, den Großteil der Bevölkerung erreichen. „Bevor die Weltbank irgendwelche neuen Ölprojekte entwickelt, sollte sie erst die Einführung demokratischer Reformen in Tschad und Kamerun unterstützen, um zu gewährleisten, daß die Bürger vom Projekt auch etwas gewinnen können anstatt daß ihnen geschadet wird,“ sagte Daphne Wysham des Instituts für Politische Studien in Washington. Die Weltbank beruft sich auf ein Gesetz, daß 1998 im Tschad erlassen wurde und das besagt, daß zehn Prozent von Projekteinnahmen für zukünftige Generationen in Ehren gehalten werden. 80 Prozent würden in Erziehung, Gesundheit, Sozialleistungen und ländliche Entwicklung fließen und die verbleibenden Einnahmen für regional Programme in den Pipelinegebieten vorgesehen sein.“ Der
Bericht wurde von Cornelius Yufanyi geschrieben und zusammengestellt, für die Kampagne von The VOICE für die Freiheit politischer Gefangener in Kamerun. ![]() Bericht auf xposition [1]Ogoni
ist ein durch die Ölindustrie ausgebeutetes und unterdrücktes
Volk in Nigeria - Anm. der Übersetzerin
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